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    <title>Six percent recall: Anmerkungen, Feststellungen, Notizen : Rubrik:die Welt der Vergangenheit und die Vergangenheit der Welt</title>
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    <dc:publisher>wcb-club</dc:publisher>
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    <dc:date>2008-10-31T21:19:08Z</dc:date>
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    <title>Six percent recall: Anmerkungen, Feststellungen, Notizen</title>
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    <title>Allerlei Appläuse</title>
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    <description>Nero. Das war vielleicht einer. Aber als Kaiser muss man sich keine Sorgen darüber machen, dass man vielleicht einer ist, denn die meisten beschäftigen sich damit, einem Honig ums Maul zu schmieren, den Bauch zu pinseln und weitere Dinge zu tun, die sprichwörtlich für Schmeicheleien stehen. Dafür gab es im Falle öffentlicher Bühnenauftritte des Kaisers eine herrliche Institution, die sogenannten Augustiani. Ich möchte kurz aus Jürgen Malitz Nero-Biographie zitieren: &lt;br /&gt;
Und am Ende des Festes trat der Kaiser schließlich selbst auf; vorsichtig stimmte er die Kithara und ließ sich von seinen Gesangslehrern helfen, den richtigen Anfangston zu treffen. Für Applaus war gesorgt. Seit den Iuvenalia des Jahres 59 gibt es die Augustiani, eine Gruppe junger Römer aus der Oberschicht, die im Stil des Theaterpublikums von Alexandria Beifall in allerlei akustischen Variationen zu bieten hatten und sich davon eine schnellere Karriere versprechen durften.&lt;br /&gt;
Zwar ist schon die Vorstellung des jungen Kaisers, der nach dem Anfangston sucht, ganz entzückend, aber eine Gruppe Applaudierer, die das Applaudieren eingeübt haben, ist noch viel entzückender. Nero war begeistert, von sich selbst und von seinem Publikum, das ihn mit ganz verschieden moduliertem Beifall erfreute., heißt es weiter.&lt;br /&gt;
Ich finde nun: Die Augustiani sollten sich neu formieren und die Bühnen des Landes bereisen. Arrogante Künstler würden dann mit allerlei Appläusen zum Höhepunkt ihrer Arroganz geführt und Höhepunkte der Arroganz bringen das Publikum bekanntermaßen in eine hochemotionale Situation zwischen größtem Amüsement und tiefster Stellvertreter-Scham, sodass die Veranstaltung für alle Zuschauer zu einem Erlebnis würde und die aristotelische Katharsis zwar nicht in der Ursprünglichen Mitleid-Furcht-Kombination, aber dafür in der eben auch nicht zu verachtenden Amüsement-Scham-Kombination einsetzte. Und sicherlich sähen die Applaudierer und Applaudeusen (denn heutzutage würde die Gruppe bestimmt gemischgeschlechtlich auftreten) äußerst lustig bei ihren Klatschspielen aus. Einmal im Jahr gäbe es einen Tag der offenen Tür bei den Augustiani und man könnte ihrer Probe beiwohnen, bei der neue Choreographien einstudiert und Aufnahmen berühmter Konkurrenzvereine auf Video angeschaut würden. Und schließlich gäbe es Augustiani-Wettbewerbe, bei denen z.B. der ACCC (Augustiani Clip-Clap-Club) und der AVfKK (Augustiani-Verein für Klatsch-Kultur) gegeneinander anträten. &lt;br /&gt;
Augustiani hätten wunderschöne, starke und doch filigrane Hände und die Frau eines Augustianus läge am Abend neben ihm im Bett und sagte: Du hast so herrlich Hände! und er sagte Ich weiß., klatschte sanft und klangvoll in eben diese, das Licht erlosch und was danach geschähe, ginge uns nichts mehr an.</description>
    <dc:creator>nadjaschlueter</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/die+Welt+der+Vergangenheit+und+die+Vergangenheit+der+Welt&quot;&gt;die Welt der Vergangenheit und die Vergangenheit der Welt&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 nadjaschlueter</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-28T11:13:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/4279532/">
    <title>Eine Auswahl treffen</title>
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    <description>Gestern habe ich alte Fotos gefunden. Daraus habe ich eine Auswahl getroffen. Denn eine Auswahl treffen ist eine gute Sache. Wer hat schon Platz für alle Schuhe im Reisekoffer, für alle Freunde im Partykeller, für alle Stifte im Federmäppchen oder für alle Fotos auf dem Weblog? Ich. Bis auf Letzteres. Daher ist nun Auswahl-Time.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Geographieexkursion ins Ruhrgebiet. Im Bergbaumuseum Bochum.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;bergbaumuseum1&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/sixpercentrecall/images/bergbaumuseum1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Beine kann man nicht Fußball spielen, Rad fahren, schwimmen oder mit Herzen auf der Arschtasche tanzen. Aber vielleicht wenigstens spazieren gehen, an der Bushaltestelle stehen oder faul auf dem Sofa herumsitzen. Dieses warnende Plakat hat sicher auch irgendjemand mit den Füßen gemalt, wie diese Postkarten, die man manchmal bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;begrbaumuseum2&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/sixpercentrecall/images/begrbaumuseum2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bitte trägt der Teufel da für einen Fummel? Wenn der Unfallteufel so aussieht, dann möchte ich ihm gerne mal begegnen, um ihn auszulachen. Falls dann der dabei ist, der seine riesige Hand vor eine Zielscheibe hält, lache ich den gleich mit aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kursfahrt nach London&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;wet-floor&quot; width=&quot;299&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/sixpercentrecall/images/wet-floor.png&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen sind auf diesem Teppichboden ausgerutscht und haben sich das Genick gebrochen. Das Bochumer Bergbaumuseum riet ja auch nur, auf Beine und Hände aufzupassen, vom Genick war nie die Rede. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;299&quot; alt=&quot;erwischt&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/sixpercentrecall/images/erwischt.png&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieber pubertierender und wissbegieriger Junge, sei schlau und lies niemals heimlich Artikel neben dem spiegelnden Busfenster im Bussitz vor neugierigen Mädchen mit Kamera. Warum denn nicht?, fragst du nun, Ich stehe zur Pubertät und zur Wissbegierde. Und jetzt gehe ich und habe Sex der besonderen Art im hintersten Bussitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ein Tag mit kaputten Schnürsenkeln  Ein Märchen aus Tennagertagen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Schnuersenkelhilfe1&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/sixpercentrecall/images/Schnuersenkelhilfe1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war einmal ein Junge namens Lars. Lars hatte schöne Schuhe mit schönen Schnürsenkeln, die harte Enden hatten und sich wunderbar einfädeln ließen. Stundenlang fädelte Lars seine Schnürsenkel aus und ein und lachte glockenhell. Eines Tages lösten sich Lars harte Schnürsenkelenden wegen der vielen Spielerei und wurden fransig. Lars hatte große Mühe beim Einfädeln seiner Schnürsenkel und sein liebstes Spiel war zunichte gemacht. Lars weinte bitterlich. Da entwickelte Lars wahnsinnige kreative Energien und erfand die Schnürsenkelhilfe. Das Mädchen, das gerade bei ihm war, erfand schnell die Kamera und machte ein Foto von Lars Erfindung. &lt;br /&gt;
Bald wird sich Lars übrigens Schuhe mit Klettverschlüssen kaufen. Und das Märchen hat schon mit Ende des letzen Absatzes aufgehört. Nur, damit wir uns da richtig verstehen.</description>
    <dc:creator>nadjaschlueter</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/die+Welt+der+Vergangenheit+und+die+Vergangenheit+der+Welt&quot;&gt;die Welt der Vergangenheit und die Vergangenheit der Welt&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 nadjaschlueter</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-20T22:24:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/3941510/">
    <title>Never-ending vowel-story</title>
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    <description>Wenn man sich lange und ausgiebig mit historischer Sprachwissenschaft beschäftigt und man Laute, die zu anderen Lauten werden, auswendig hersagen muss, dann entwickelt man schonmal Antipathien gegen Konsonanten&lt;br /&gt;
und denkt darüber nach, nie wieder Konsonanten zu benutzen&lt;br /&gt;
(u e aüe a, ie iee ooae u eue).&lt;br /&gt;
Wenn man sich dann noch ausgiebiger mit historischer Sprachwissenschaft beschäftigt, entwickelt man noch sehr viel größere Antipathien gegen Vokale&lt;br /&gt;
und denkt sehr ernsthaft darüber nach, nie wieder Vokale zu benutzen.&lt;br /&gt;
(nd dnkt shr rnsthft drbr nch, n wdr Vkl z bntzn.)&lt;br /&gt;
Warum auch nicht, das wirkt doch auch ohne Vokale ganz verständlich und das Hebräische Alphabet besteht schließlich auch nur aus Konsonanten.&lt;br /&gt;
Wenn man dann also gerade wirklich fest entschlossen ist, die Vokale völlig abzuschaffen und somit ziemlich viele diachrone Probleme zu umgehen, kommen sie angestiefelt, diese selbstbewussten sogenannten Selbstlaute, und tun gar nicht selbst-, sondern viel mehr kleinlaut. Mit einer geradezu niedlich anmutenden &quot;am Ärmel zupfen und mit großen Augen von unten herauf gucken&quot;-Mentalität präsentieren sie ein helltönendes &quot;Iiii&quot; und ein empörtes &quot;Eeee&quot; und ein kleine-Gespenster-&quot;Uuuu&quot; und ein freudiges &quot;Aaaa&quot; und ganz besonderen Wert legen sie natürlich auf das enttäuschte und bedauernde &quot;Oooo.&quot; Da wird man schon fast weich und wenn sie sich dann noch an den Händen fassen und einträchtig Dipthonge und Umlaute bilden oder Dinge sagen wie: &quot;Wir sind keine Geräusche - wir sind Klänge!&quot;, dann hat man sie ja doch wieder lieb und schafft auch die Sache mit der historischen Sprachwissenschaft irgendwie.</description>
    <dc:creator>nadjaschlueter</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/die+Welt+der+Vergangenheit+und+die+Vergangenheit+der+Welt&quot;&gt;die Welt der Vergangenheit und die Vergangenheit der Welt&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 nadjaschlueter</dc:rights>
    <dc:date>2007-06-21T11:45:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/3293453/">
    <title>Wie die Europäer mal in Asien eine Pointe verluden</title>
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    <description>Ich will ja gewiss niemanden diskriminieren, aber als Europäerin darf ich bestimmt mal kurz anmerken, dass die Europäer manchmal schon ein bisschen dumm sind. Schließlich hat man ja auch oft genug in den Medien hören können, dass Kaya Yanar Witze über Ausländer machen dürfe, weil er selber einer sei. &lt;br /&gt;
Wie auch immer, Kaya Yanar hin oder her, Diskriminierung hüh oder hott, schlagen wir den Bogen zurück zum Thema, denn hier geht es um anderes, und zwar um die Dinge, denen wir uns verpflichtet haben: Um Wichtigeres, um Niedlicheres, um Schöneres. In diesem speziellen Falle darum, dass die Europäer vor ziemlich langer Zeit anfingen, wild drauflos zu expandieren und auf der Welt so einiges entdeckten, was sie gerne in Europa haben wollten. Und egal, wie viele Dummheiten sie im Laufe der Geschichte begangen haben, zu dieser Zeit begingen sie wohl die schönste: Sie segelten mit ihren hübschen Schiffen nach Asien und brachten den Asiaten Opium und Sklaven aus Afrika mit und verluden dafür Pfeffer und Muskatnuss und Gewürznelken und Seide und &lt;br /&gt;
Elefanten und Porzellan.</description>
    <dc:creator>nadjaschlueter</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 nadjaschlueter</dc:rights>
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