Wie unendlich langweilig
Seit die Regierungsmitglieder mitsamt Familien, schlechter Laune, Macht und Regierungslast aus Bonn verschwunden sind, passiert hier eher nichts mehr. Das erzählt man sich zumindest auf der Straße und das anscheinend seit geschlagenen neun Jahren. Ich als Bonner Neubürger höre das erst seit geschlagenen eineinhalb Jahren, reicht aber auch schon. Man stelle sich das vor, achtzehn Monate ruft es einem von jeder Straßenecke entgegen, wie unendlich langweilig die eigene Stadt ist. Da freut man sich, wenn es so jemanden wie Herrn Zumwinkel gibt, der vor lauter Langweile Steuern hinterzieht und dafür sorgt, dass einem befreundete Mitstudenten, die in fünfhundert Meter Entfernung des Post-Towers wohnen, erzählen, dass bei ihnen um die Ecke die Post abgeht. Wörtlich sagen sie das natürlich nicht, das wäre ja auch zu naheliegend.
nadjaschlueter - aus den Nachrichten - 14. Feb, 19:54
