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    <title>Six percent recall: Anmerkungen, Feststellungen, Notizen : Rubrik:Raketenwissenschaftler</title>
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    <dc:publisher>wcb-club</dc:publisher>
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    <title>Six percent recall: Anmerkungen, Feststellungen, Notizen</title>
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    <title>Beim Aufräumen gefunden</title>
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    <description>&quot;In der Tat hat Mitleid ein Moment, das der Gerechtigkeit widerstreitet, mit der Nietzsche es freilich zusammenwirft. Es bestätigt die Regel der Unmenschlichkeit durch die Ausnahme, die es praktiziert. Indem Mitleid die Aufhebung des Unrechts der Nächstenliebe in ihrer Zufälligkeit vorbehält, nimmt es das Gesetz der universalen Entfremdung, die es mildern möchte, als unabänderlich hin... Nicht die Weichheit sondern das Beschränkende am Mitleid macht es fragwürdig, es ist immer zu wenig... Die Mitleidsfeinde wollten den Menschen mit Unglück nicht identisch setzen. Ihnen war die Existenz des Unglücks Schande. Ihre feinfühlige Ohnmacht litt es nicht, daß der Mensch bedauert werde. Verzweifelt schlug sie um ins Lob der Macht, von der sie doch in der Praxis sich lossagten, wo immer sie ihnen Brücken baute.&quot;</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/Raketenwissenschaftler&quot;&gt;Raketenwissenschaftler&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-31T18:48:00Z</dc:date>
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    <title>Hass und Wut sind konstruktiv</title>
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    <description>In der vergangenen Woche habe ich mich nach vielen Jahren wieder einmal in der einzigen Sportart betätigt, die ich etwas beherrsche, deren Namen ich aber nicht verrate, weil sie mir peinlich ist. Hat es mir Spaß gemacht? Nein. Werde ich wieder hingehen? Ja. Denn es gibt auch andere Motivationen außer Spaß, zum Beispiel grenzenlose Wut darüber, dass man verloren hat, die einen dazu treibt, solange zu trainieren, bis man alle anderen besiegt und zerstört hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenzenloser Hass und nicht etwa Eitelkeit ist es auch, der mich dazu treibt, einmal als letzter Universalgelehrter gelten zu wollen. Ich will das nicht aus Neugier, ich will das nicht aus Pflichtgefühl, ich will das nicht wegen des Fames, ich will das bloß, weil ich Gottfried Wilhelm Leibniz, dem dieser Titel allgemein zugesprochen wird, so unendlich hasse, diese schlimme barocke Bockwurst, diesen notorischen Beschwerdebriefeschreiber, diesen Heini. Daran ändert auch nichts, dass ich gerade bei Wikipedia erfahren habe, dass die Leibniz-Kekse tatsächlich nach ihm benannt wurden. Nein, das verschlimmert es bloß. Ich würde jetzt gerne noch ein abschließendes, versöhnliches Wortspiel mit &quot;Monade&quot; und &quot;Limonade&quot; machen, aber ich bin einfach viel zu wütend!</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/Raketenwissenschaftler&quot;&gt;Raketenwissenschaftler&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2007-06-24T23:12:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/3782475/">
    <title>The meaning of meaning</title>
    <link>http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/3782475/</link>
    <description>Jahrelang saßen wir in unseren dunkeln, engen Zimmern, waren vor Sinnlosigkeit selbst schon ganz schwarz und starrten meistens an die Wände, nur hin und wieder mal zur Abwechslung an die Decke. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei, denn seit dem 15. Mai diesen Jahres findet sich in der Stanford Encyclopedia of Philosophy (so eine Art Wikipedia, bloß von renommierten Leuten gemacht und nur für philosophische Themen) endlich auch ein Eintrag zu &quot;The Meaning of Life&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem analytischen Philosoph an sich ist &quot;the meaning of life&quot; natürlich erstmal schnurzpiep, er will viel lieber wissen, was eigentlich &quot;the meaning of meaning&quot; ist. So ist er halt, der Philosoph, sonst wär er ja auch keiner, sondern Esoterikberater! Nachdem aber ausführlich auf dieses Problem eingegangen wurde, kann man dann zwischen verschiedenen Lebenssinnen wählen: Supernaturalism (God-Centerd Views), Supernaturalism (Soul-Centered Views), Naturalism (Subjectivism), Naturalism (Objectivsm) und Nihilism, wobei letzteres wahrscheinlich zurück in die anfangs beschriebene Ausgangssituation führt. So viele -isms, da ist sicher für jeden was dabei! Die Zahl 42 taucht allerding nur in den Seitenangaben der Quellen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ist er also, der Sinn des Lebens. Leider hatte ich bisher noch keine Zeit, den Eintrag ganz durchzulesen, aber die nehme ich mir sicher, irgendwann, vielleicht, wenn&apos;s dann nicht eh schon zu spät ist. Bis dahin warte ich auf andere dringend benötigte Einträge in der Stanford Encyclopedia of Philosophy, zum Beispiel &quot;The Rules of Attraction&quot; und &quot;The Secret of Success&quot;. Es bleibt spannend.</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/Raketenwissenschaftler&quot;&gt;Raketenwissenschaftler&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-30T10:27:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/3729714/">
    <title>Seit die Dinge schief laufen</title>
    <link>http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/3729714/</link>
    <description>&quot;Freedom and Resentment&quot; lautet der Titel eines Aufsatzes von P. F. Strawson, was übersetzt ungefähr &quot;Freiheit und Übelnehmen&quot; heißt. &quot;Das hab ich nicht gewollt&quot; lautet hingegen ein beliebter Satz, den das eine Mädchen zu dem anderen Mädchen sagen kann, wenn sie während der Kissenschlacht in Unterwäsche mit dem Kissenreißverschluss versehentlich das Auge ihrer Freundin getroffen hat. Einen solchen entschuldigenden Satz auszusprechen ist keineswegs etwas Seltenes für eine zwischenmenschliche Beziehung, wie sie die beiden Kissenschlachtmädchen haben. &quot;Since things go wrong and situations are complicated&quot;, sagt Mr. Strawson, &quot;it is an essential and integral element in the transactions which are the lifes of these relationships.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &quot;since&quot; kann und sollte man hier wohl kausal verstehen. Doch gibt uns die englische Sprache auch die schöne Möglichkeit, es mit &quot;seit&quot; zu übersetzen. So als wollte Strawson uns sagen: Seit die Dinge schief laufen und Situationen kompliziert sind, ist das so. Was ja wiederum bedeuten würde, dass es einmal eine Zeit gab, in der alle Dinge glatt liefen und Situationen niemals kompliziert waren. Und weiter, dass es irgendeinen Tag gab, sagen wir den 15. Mai 1040 v. Chr., an dem auf einmal irgendetwas schief lief, vielleicht weil die Hybris des Menschen zu groß geworden war oder vielleicht nur weil es halt irgendwann mal passieren musste. Und dass seitdem eben ständig Dinge schief laufen und Situationen kompliziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was damals an diesem schönen Maitag daneben ging, darüber mag man nur spekulieren. Vielleicht war es ja auch ein frühantikes Unterwäschemodel, dessen Auge während einer Kissenschlacht von einem Reißverschluss getroffen wurde, woraufhin sie feststellen musste, was Strawson an anderer Stelle vollkommen nachvollziehbar formuliert hat: &quot;Wir könnten es als notwendige Bedingung für materielle Körper ansehen, daß sie bei Berührung einen fühlbaren Widerstand zeigen.&quot;</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/Raketenwissenschaftler&quot;&gt;Raketenwissenschaftler&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-14T22:32:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/3263230/">
    <title>Einige Interpretationsvorschläge</title>
    <link>http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/3263230/</link>
    <description>Das Jahr der Geisteswissenschaften ist da. Als Annette Schawan davon gehört hat, musste sich schnell ein möglichst doofes Motto ausdenken, auf dem Klo (vermutlich) fiel ihr dann ein: Geisteswissenschaften. Das ABC der Menschheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;31012007097&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/sixpercentrecall/images/31012007097.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugegeben: Wenn man die zugehörige Plakatreihe betrachtet, ist das Motto wenigstens nicht mehr ganz so doof (aber immer noch doof). Außerdem ergeben sich aus dem Plakattext neue Verständnisprobleme: Was wäre der Mensch ohne Fragen? Ein Thema für die Geisteswissenschaften steht da, einfach so. Was soll uns das sagen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist es seit Dings und Bums Herzensanliegen der Geisteswissenschaften, uns zu sagen, was es uns sagen soll, sie gibt sich also mit ihrer Werbung selber eine Aufgabe. Deswegen hier ein paar Interpretationsvorschläge, denn bei selbstreferenziellen Zirkelschlüssen sind wir natürlich immer vorne mit dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wäre der Mensch ohne Fragen? Ein Thema für die Geisteswissenschaften soll heißen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Die Frage Was wäre der Mensch ohne Fragen? und ihre Beantwortung ist ein Thema für die Geisteswissenschaften. Vor allem natürlich die Beantwortung, weil Fragen stellen können wir uns ja selbst, da brauchen wir die Wissenschaft nicht zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Wenn der Mensch nicht fragen würde, dann wäre er ein Thema für die Geisteswissenschaft. Da der Mensch aber nun mal blöd herumfragt und sich die Geisteswissenschaft nicht gerne mit Sachen beschäftigt, die unverschämterweise einfach zurückfragen, pfeift sie auf den Menschen und beschäftigt sich mit Büchern, denn die können nicht reden. Sollen sich doch die blöden Psychologen um den Menschen kümmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Der Mensch wäre zweifellos, also ohne Frage, ein Thema für die Geisteswissenschaften. Aber nur im Konjunktiv, denn es gibt ja gar keine Geisteswissenschaft, deswegen kann der Mensch auch kein Thema sein, beziehungsweise andersherum. Dass der Ausdruck ohne Frage hier zu ohne Fragen wird, ist Verdeutlichung der Uneingeschränktheit durch Übertreibung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Der Text bedeutet nichts. Die beiden Sätze haben keinen Zusammenhang und stehen rein zufällig nebeneinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e) Alles zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die richtige Auflösung und was Hans-Georg Gadamer zu den Punkten a) und b) sagen würde (Gequirlte Kacke! Hurenmist!) erfahren wir (hoffentlich) auf den Fortsetzungsplakaten B-Z.</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-31T19:39:00Z</dc:date>
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    <title>Was sich ereignet</title>
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    <description>Heutzutage wird einem ja alles Mögliche als Ereignis verkauft, so dass man gar nicht mehr weiß, wo man samstagsabends hin soll. Zum Glück hat die analytische Philosophie genügend Abstand zu Samstagabenden und kann uns sagen, was denn genau Ereignisse sind. So lässt David Lewis wissen: &quot;I shall confine myself to causation among events, in the everyday sense of the word: flashes, battles, conversations, impacts, strolls, deaths, touch-downs, falls, kisses, and the like.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blitze, Schlachten, Unterhaltungen, Einschläge, Spaziergänge, Tode, Landungen, Abstürze, Küsse und alles, was so ähnlich ist, dürfen wir also nicht verpassen. Das ist schön zu wissen.</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
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    <title>Ein schönes Gedächtnis</title>
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    <description>Viele rieben sich vergangenen Donnerstag verwundert die Augen, als sie lasen, dass der große Nobelpreisträger John F. Nash den langen und für den 78-jährigen sicher beschwerlichen Weg von Princeton, Amerika nach Köln auf sich genommen hatte, um an der bescheidenen Albertus-Magnus-Universität einen Vortrag zu halten. Sie rieben sich die Augen und sagten: &quot;Wow, Russel Crow, nur in Echt!&quot; Wir berichteten (&quot;berichteten&quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt ist endlich der Grund für sein Vorbeischauen enthüllt: John Nash befindet sich momentan zusammen mit der Hiphop-Formation The Roots auf der ausgedehnten &quot;Game Theory World Tour&quot;. Wir wünschen dem rüstigen Pensionär alles Gute für seine weiteren Auftritte. Russel Crow wünschen wir das nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;06112006065&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/sixpercentrecall/images/06112006065.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Kooperieren oder nicht kooperieren? John Forbes Nash Jr. (dritter v. l.) im Kreise seiner Kollegen&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
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