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    <title>Six percent recall: Anmerkungen, Feststellungen, Notizen : Rubrik:Gegendarstellungen</title>
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    <dc:publisher>wcb-club</dc:publisher>
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    <title>Six percent recall: Anmerkungen, Feststellungen, Notizen</title>
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  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/4200959/">
    <title>Die Wahrheit über Busse</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;12082007212&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/sixpercentrecall/images/12082007212.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche Elite von morgen, verspricht dieses Plakat im schmutzigen Koblenzer Hauptbahnhof, erreiche man am besten mit dem Bus. Wir möchten hier nicht auseinandersetzen, ob die wirtschaftliche Elitepflänzchen von morgen wirklich an einer Hochschule heranwachsen, deren bisher einzig prominenter Absolvent der Jamba-Gründer Oliver Samwer ist. Dazu sind andere da. Wir möchten auf einen anderen Teil des Satzes hinweisen, der das Versprechen zu einer Lüge macht, so schamlos wie das Geschäftsgebaren von Klingeltonherstellern: mit dem Bus. Mit dem Bus! Wenn man irgendetwas ja wohl nicht mit dem Bus erreicht, dann die wirtschaftliche Elite von morgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Bus erreicht man höchstens das Industriegebiet am Stadtrand, mit dem Bus erreicht man trostlose Dörfer, in denen die Jugendliche auf Nachfrage &quot;Abhängen an der Bushaltestelle&quot; als ihre Hauptfreizeitbeschäftigung angeben, mit dem Bus erreicht man, dass einem der Po weh tut von den harten Sitzen und dass man, den Kopf an der vibrierenden Fensterscheibe angelehnt und das Rütteln des Motors in der Schläfe spürend, einnickt, weil einen die große Busmüdigkeit überkommt. Mit dem Bus erreicht Lisa nicht das Museum und mit dem Bus erreicht Bernd Begemann nichts, nicht einmal dich. Der Bus ist ein trauriger Ort, man sollte ihn meiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Wahrheit über Busse wissen will, der glaube nicht Plakaten, die einem versprechen, man erreiche die wirtschaftliche Elite mit ihnen. Wer die Wahrheit wissen will, der schalte jetzt SWR ein und schaue sich das Ende von &quot;Asphalt-Cowboy&quot; an, eines der traurigsten Filmenden der Filmgeschichte: Ratso, gespielt von Dustin Hoffman, will aus dem dreckigen New York unbedingt noch ins warme Florida. Er erreicht es nicht, denn kurz davor stirbt er, im Bussitz, neben seinem Freund, dem Asphalt-Cowboy. Im Hawaii-Hemd, das der Asphalt-Cowboy im gerade gekauft hat. Im Hawaii-Hemd, im Bus. So sieht die Wahrheit nämlich aus, ihr Jamba-Gründer dieser Welt.</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/Gegendarstellungen&quot;&gt;Gegendarstellungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2007-08-26T23:10:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/4027737/">
    <title>Fröhliche Demut</title>
    <link>http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/4027737/</link>
    <description>&lt;b&gt;Dann erreicht man vielleicht sogar das, was für Strohschneider die Grundvoraussetzung für erfolgreiches Problemlösen ist: &quot;fröhliche Demut.&quot;&lt;/b&gt; (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 1. Juli 2007)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fröhliche Demut! Fröhliche Demut, das ist es, was die FAS und der Psychologe Strohschneider uns raten an den Tag zu legen, um Probleme zu lösen. Als ob jemals ein Problem mit fröhlicher Demut gelöst worden wäre! Haben die Alliierten etwa die Normandie gestürmt mit fröhlicher Demut? Als ob jemals etwas erfunden worden wäre aus fröhlicher Demut! Aus fröhlicher Demut erfindet man kein Flugzeug, aus fröhlicher Demut bleibt man am Boden. Blanke Angst, tiefer Selbsthass, obsessive Zwanghaftigkeit, zerfressender Ehrgeiz  - das sind erprobte und bewährte Motivationen, produktiv zu sein. Aber doch nicht fröhliche Demut! Mit fröhlicher Demut steht man bei der Post in der Schlange oder in der Mensa an der Essensausgabe, wenn gerade eine Rotte BWL-Studenten, diese Value-for-money-Hengste, ihre Asia-Pfanne wegen Überwürzung reklamieren wollen. Demütige Menschen und Zyniker erfinden nichts und sie lösen auch keine Probleme, außer solche, die keine sind. Andere kennt man bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung wohl nicht.</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/Gegendarstellungen&quot;&gt;Gegendarstellungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2007-07-02T21:18:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/3852059/">
    <title>Superwichtige Sachen</title>
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    <description>Ich habe heute die Liebe meines Lebens gefunden, eine alte Plastiktüte, im Müllcontainer hinter der Autobahnausfahrt. Sie war durchnässt vom Regen und stank nach Urin, an manchen Stellen hatten Ratten sie angeknabbert, aber ich liebe sie trotzdem. Über Nacht hänge ich sie zum Trocknen an die Wäscheleine. Morgen heiraten wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist natürlich nicht die Wahrheit. Auch nicht die Wahrheit ist, dass Liebeslieder nicht erfinderisch sein müssen. Müssen sie nämlich doch. Denn die gegenteilige Behauptung führt nur dazu, dass allerlei Schindluder getrieben wird, weil jeder große Mist (Silbermond, Nur die Liebe zählt, Kleinanzeigen) allein dadurch legitimiert wird, dass er Produkt eines großen Gefühls sei. Weil Liebe oder Trauer so unangreifbare superwichtige Sachen seien, so greinen die Apologeten dieser Meinung, sei auch jeder, der sie ehrlich empfinde, berechtigt sich so dazu zu äußern, wie er möchte. Dabei ist es genau umgekehrt: Gerade weil es sich um superwichtige Sachen handelt, muss jede Äußerung ihnen gerecht werden, ansonsten kann man ja bitte schweigen. Äußerungen kommen nämlich nicht in erster Linie aus dem Herzen oder dem Hypothalamus oder von dort, wo auch immer die Liebe hockt, sondern aus dem Mitteilungsbedürfnis. Und Mitteilungsbedürfnis war noch nie eine gute Rechtfertigung.</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2007-06-15T09:22:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/3694227/">
    <title>Die aktuelle Kinokritik: &quot;Inland Empire&quot;</title>
    <link>http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/3694227/</link>
    <description>In &quot;Inland Empire&quot;, dem neuen Film von Starregiesseur David Lynch, dreht sich alles um Jerry und Hank, zwei ganz normale Highschool-Typen, die in jede Menge Fettnäpfchen treten. Erst machen die Lehrer Stress wegen versäumten Prüfungen, dann verschwindet auch noch Jerrys Freundin spurlos. Die beiden Chaoten begeben sich auf einen verrückten Roadtrip quer durchs Land, auf dem sie jede Menge Überraschungen und das eine oder andere heiße Sexabenteuer erwarten. Lynch feuert in seinem Neuling wieder mal ein ganzes Pointenfeuerwerk ab, sodass kein Auge trocken bleibt. Ein wahrer Angriff auf die Lachmuskeln mit unseren Lieblingsstars Lindsey Lohan und Aston Kutcher. Prädikat: kultiger Spaß für die ganze Familie! (4 von 5 Popcorntüten)</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/Gegendarstellungen&quot;&gt;Gegendarstellungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-05T23:42:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/3694226/">
    <title>Die aktuelle Kinokritik: &quot;Inland Empire&quot;</title>
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    <description>In &quot;Inland Empire&quot;, dem neuen Film von Starregiesseur David Lynch, dreht sich alles um Jerry und Hank, zwei ganz normale Highschool-Typen, die in jede Menge Fettnäpfchen treten. Erst machen die Lehrer Stress wegen versäumten Prüfungen, dann verschwindet auch noch Jerrys Freundin spurlos. Die beiden Chaoten begeben sich auf einen verrückten Roadtrip quer durchs Land, auf dem sie jede Menge Überraschungen und das eine oder andere heiße Sexabenteuer erwarten. Lynch feuert in seinem Neuling wieder mal ein ganzes Pointenfeuerwerk ab, sodass kein Auge trocken bleibt. Ein wahrer Angriff auf die Lachmuskeln mit unseren Lieblingsstars Lindsey Lohan und Aston Kutcher. Prädikat: kultiger Spaß für die ganze Familie! (4 von 5 Popcorntüten)</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-05T23:32:00Z</dc:date>
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    <title>So mittel zum Zweck</title>
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    <description>Die aktuelle Plakatwerbung von Volkswagen preist die 25 Millionen bisher verkauften Golf-Modelle und zeigt zu diesem Zweck unterschiedliche Wagen dieses Typs mit ihrer Produktionsnummer. Von den sieben abgebildeten Autos scheinen aber alle entweder ganz alt oder ganz neu zu sein, also entweder Golf I bis II (kann ich nicht auseinanderhalten) oder Golf V, was die These unterstützt, dass die mittleren Kinder am ehsten vernachlässigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Golf III, wie den, mit dem ich ab und zu fahre, beziehungsweise einen Golf III, wie den, mit dem ich vorher ab und zu gefahren bin, bis er unglücklich mit einem Bus kollidierte, gibt es nicht zu sehen. Ebensowenig einen Golf IV, der als Gerade-eben-so-nicht-mehr-neu wohl die unbeliebtste Position in der Neuheitsreihenfolge einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum vernachlässigt man die Autos, die so mittelalt sind? Wir fordern eine Rückbesinnung auf das Mittlere. Wir müssen endlich alle Sachen wieder so mittelgut können, aber nichts richtig. Wir wollen so mittelschöne Frauen und so mittelviel Geld, wovon wir uns mittelalte Häuser kaufen, in die wir mit den Frauen einziehen. Wir wollen Mittelhochdeutsch und den Mittellandkanal und den neuen Stadtteil Berlin-Mittel. Vielleicht wollen wir auch mehr, aber wenn das nicht klappt, sind wir froh, dass es noch etwas Mittleres gibt. Und den Golf III oder IV.</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/Gegendarstellungen&quot;&gt;Gegendarstellungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-18T11:35:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/3159414/">
    <title>Du bist immer so schnell.</title>
    <link>http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/3159414/</link>
    <description>Dies ist mein langsamster Text. Und mein leisester. Ich schleiche auf Wortspitzen, ich spähe um Satzecken, mache Halt hinter jedem Komma, hinter jedem Punkt, verstecke mich eine Weile dort, atme einige Jahrhunderte erzählte Zeit und lange Vokale. Es ist kein weiter Weg bis zum letzten Wort und ich lasse mir Zeit, schlendere durch die Buchstaben, gehe zwei ausartikulierte Konsonanten vor, gege, und einen zurück, eg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Worte meines langsamsten Textes schreiten in einer erhabenen Prozession vorüber, die Worte meines leisesten Textes tragen Samt-Schläppchen und nicht eine Zeile knirscht unter ihren Versfüßen. Hier gibt es keine Zeilensprünge, höchstens ein Zeilengleiten auf dem still und glatt daliegenden Wörter-See.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Satzzeichen meines langsamsten Textes sind schwer und behäbig, jeder Punkt drückt die Zeile nieder und bleibt für immer an jener Stelle liegen, jedes Komma hängt sich mit all seinem Gewicht hinter ein Wort und wird es niemals verlassen. Die Satzzeichen meines leisesten Textes sind ruhige Gesellen, die Klammern stehen (in gebückter Haltung) dort und sagen nichts, außer manchmal im Flüsterton: Hier drin ist nicht so wichtig. Mein langsamster, mein leisester Text, hat das Ausrufezeichen auf die Insel der unbeliebten Satzzeichen geschickt, in den Lauten Ozean. Im Stillen Ozean, da fließt mein leisester Text, mein langsamster Text, strandet manchmal an unbesiedelten Inseln, die schweigend in der Sonne liegen und auf denen nur schwerfällige Reptilien leben, die sich sonnen und nicht viel bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buchstaben meines langsamsten Textes dehnen und strecken sich gerne. Sie räkeln sich im Sand der unbewohnten Inseln und die Vokale halten am liebsten ein H an der Hand und das P meines leisesten Textes liebt das T und behütend nehmen sie die kleinen und fast noch zu wilden s in ihre Mitte und bilden mit ihnen ein leises Pssst, auf dass sich die kleinen s an die Stille meines leisesten Textes gewöhnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist mein langsamster Text. Und mein leisester. Er ist oft müde und schläft viel. Eines Tages wird er nicht mehr aufwachen und ich werde mir wieder anhören müssen, ich sei immer so schnell.</description>
    <dc:creator>nadjaschlueter</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/Gegendarstellungen&quot;&gt;Gegendarstellungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 nadjaschlueter</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-08T21:40:00Z</dc:date>
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