Fliegen oder Wo Kaninchen sind, da...
Jedem der Flugangst hat, würde ich gerne das Gefühl schenken, dass ich beim Fliegen habe. Denn Fliegen wirkt auf mich so wenig ernsthaft, so unecht, wie ein vorgetäuschtes Abenteuer.
Start und Landung sind ein Freizeitpark-Erlebnis. Man steigt ein und sitzt dann dort, wartend in Reihen, angeschnallt und man bekommt Anweisungen, freundlich, aber bestimmt. Dann rollt das Flugzeug langsam zur Startbahn, ganz so, wie die Achterbahn erstmal eine Steigung erklimmt. Schließlich der Start, Beschleunigung, man wird in den Sitz gedrückt, als habe man den Achterbahnzenit überwunden. Das erste Sinken ist der Moment, in dem der Free-Fall-Tower die Bremse löst. Dann scheint es, als falle der Sitz schon, der eigene Po aber schwebe noch einen Moment und müsse den Sitz erst einholen. Beim Bremsen am Boden ist der Flieger die Wildwasserbahn, die scharf entschleunigt und schließlich gemütlich zum Ausstieg schwimmt.
Auch der Flug an sich hat etwas Unwirkliches. Ich kann gar nicht genug davon bekommen, aus dem Fenster zu schauen und mich zu wundern, weil alles so unecht aussieht. Wenn überhaupt sind alle Städte und Felder bloß sehr klein, aber ganz sicher nicht weit unten, ganz sicher nicht in Wirklichkeit sehr groß und wir sehr weit oben. Das Gefühl der Höhenangst, die man an einem Abgrund ohne Zaun verspürt, ist mir im Flieger völlig fremd, es ist vielmehr, als schaue man einen Film oder blättere in einem Bildband mit Satellitenbildern. Und Wolken von oben - also, dieses Wattefeld ist zwar sehr schön, aber doch völlig irreal.
Vor allem, wenn neben der Startbahn zwei Kaninchen davonhoppeln, erkennt man eindeutig, dass Fliegen nichts Ernsthaftes sein kann. Kaninchen sind ein Indikator dafür, dass alles in Ordnung ist, ihre Gesichter passen doch gar nicht in ein Bedrohliches Umfeld. Bloß manchmal, in Verbindung mit dem Ausdruck "starke Turbulenzen", einem plötzlich wechselnden Piloten oder dem Verlust wichtiger Teile wie z.B. eines Triebwerkes, bekommen die Kaninchen Donnie-Darko-Gesichter und dann wird es tatsächlich ernst.
Start und Landung sind ein Freizeitpark-Erlebnis. Man steigt ein und sitzt dann dort, wartend in Reihen, angeschnallt und man bekommt Anweisungen, freundlich, aber bestimmt. Dann rollt das Flugzeug langsam zur Startbahn, ganz so, wie die Achterbahn erstmal eine Steigung erklimmt. Schließlich der Start, Beschleunigung, man wird in den Sitz gedrückt, als habe man den Achterbahnzenit überwunden. Das erste Sinken ist der Moment, in dem der Free-Fall-Tower die Bremse löst. Dann scheint es, als falle der Sitz schon, der eigene Po aber schwebe noch einen Moment und müsse den Sitz erst einholen. Beim Bremsen am Boden ist der Flieger die Wildwasserbahn, die scharf entschleunigt und schließlich gemütlich zum Ausstieg schwimmt.
Auch der Flug an sich hat etwas Unwirkliches. Ich kann gar nicht genug davon bekommen, aus dem Fenster zu schauen und mich zu wundern, weil alles so unecht aussieht. Wenn überhaupt sind alle Städte und Felder bloß sehr klein, aber ganz sicher nicht weit unten, ganz sicher nicht in Wirklichkeit sehr groß und wir sehr weit oben. Das Gefühl der Höhenangst, die man an einem Abgrund ohne Zaun verspürt, ist mir im Flieger völlig fremd, es ist vielmehr, als schaue man einen Film oder blättere in einem Bildband mit Satellitenbildern. Und Wolken von oben - also, dieses Wattefeld ist zwar sehr schön, aber doch völlig irreal.
Vor allem, wenn neben der Startbahn zwei Kaninchen davonhoppeln, erkennt man eindeutig, dass Fliegen nichts Ernsthaftes sein kann. Kaninchen sind ein Indikator dafür, dass alles in Ordnung ist, ihre Gesichter passen doch gar nicht in ein Bedrohliches Umfeld. Bloß manchmal, in Verbindung mit dem Ausdruck "starke Turbulenzen", einem plötzlich wechselnden Piloten oder dem Verlust wichtiger Teile wie z.B. eines Triebwerkes, bekommen die Kaninchen Donnie-Darko-Gesichter und dann wird es tatsächlich ernst.
nadjaschlueter - prossima fermata - 5. Apr, 19:14
