Zwei minus
Gestern habe ich eine Bekannte gefragt, ob ihre abschließende Bewertung der Nuller Jahre schon feststehe oder ob sie lieber abwarte, was sich auf der Zielstrecke unseres Jahrzehnts noch so ergebe. "Meine Bewertung lautet Zwei minus", antwortete die Bekannte, ohne mit der Wimper zu zucken oder den Armen zu rudern, was mir im Nachhinein mehr als plausibel erscheint, denn wie sollte die Bewertung auch sonst lauten?
"Zwei minus!", das ist es, was jeder sagt, wenn er auf einen längeren Zeitraum zurückblickt und dem Zeitraum eine Note geben soll, eine Note dafür, wie gut oder schlecht der Zeitraum es mit der eigenen Person gemeint hat. Längere Zeiträume und Zwei Minusse gehören zusammen wie Pech und Schwefel, Faust und Auge oder Rülps und Pups. Auch im Sterbebett wird man sagen: "Na ja, eine zwei minus kann ich schon geben."
Die Zwei kann man geben, weil das ganze Pipapo alles in allem doch eigentlich ganz gut und schön war, aber es natürlich hätte noch viel besser sein können (schönere Wohnung, festere Bauchmuskeln, liebevollere Kinder, sonnigere Seniorenresidenz). Das Minus muss man geben, weil man das Gute und Schöne nie hat geschenkt bekommen und immer darum kämpfen musste, manchmal sogar mit Kneifen, Beißen und Haareziehen.
Natürlich könnte es auch ganz anders sein, wer kann es schon wissen, ich jedenfalls nicht, ich lag ja zum Glück noch nicht im Sterbebett und an die Nuller Jahre kann ich mich ehrlich gesagt gar nicht mehr so genau erinnern. Schön wäre es jedenfalls, wenn man sich manchmal die schon notierte Zwei minus noch einmal ansehen würde, um dann mit versöhnlichem Blick einen Strich duch das Minus zu ziehen, auf dass es ein Plus werde.
"Zwei minus!", das ist es, was jeder sagt, wenn er auf einen längeren Zeitraum zurückblickt und dem Zeitraum eine Note geben soll, eine Note dafür, wie gut oder schlecht der Zeitraum es mit der eigenen Person gemeint hat. Längere Zeiträume und Zwei Minusse gehören zusammen wie Pech und Schwefel, Faust und Auge oder Rülps und Pups. Auch im Sterbebett wird man sagen: "Na ja, eine zwei minus kann ich schon geben."
Die Zwei kann man geben, weil das ganze Pipapo alles in allem doch eigentlich ganz gut und schön war, aber es natürlich hätte noch viel besser sein können (schönere Wohnung, festere Bauchmuskeln, liebevollere Kinder, sonnigere Seniorenresidenz). Das Minus muss man geben, weil man das Gute und Schöne nie hat geschenkt bekommen und immer darum kämpfen musste, manchmal sogar mit Kneifen, Beißen und Haareziehen.
Natürlich könnte es auch ganz anders sein, wer kann es schon wissen, ich jedenfalls nicht, ich lag ja zum Glück noch nicht im Sterbebett und an die Nuller Jahre kann ich mich ehrlich gesagt gar nicht mehr so genau erinnern. Schön wäre es jedenfalls, wenn man sich manchmal die schon notierte Zwei minus noch einmal ansehen würde, um dann mit versöhnlichem Blick einen Strich duch das Minus zu ziehen, auf dass es ein Plus werde.
larsweisbrod - Ideen, die andere hatten - 7. Mrz, 18:01
