Rauchen ist das neue Nichtrauchen
Die neuen Rauchergesetze haben bekanntlich mehr zur Verwirrung als zur Entwirrung der Welt beigetragen ("Bitte während des Konzerts nicht rauchen, erst wieder danach"). Von Nicorette, dem Clerasil der 30-40jährigen, gibt es nun ein neues Produkt, das daran auch nichts ändert. Der Nicorette Inhaler ist ein extrem verwirrendes semi-medizinisches Gadget, das bei der Rauchentwöhnung helfen soll: Statt Nikotin aus einem Pflaster zu beziehen, lädt man den Inhaler mit einer Nikotin-Patrone, steckt sich ihn in den Mund und zieht daran.
Die Verwirrung ensteht, wie so oft, weil jemand einen Schritt in die richtige Richtung gegangen ist, um dann drei zurück zu tun, einen Purzelbaum zu schlagen und sich schließlich blind im Kreis zu drehen, bis er nicht mehr weiß, wo er ist. Nur so konnte es dem Nicorette-Forschungsteam gelingen, nicht über die viel zu nahe liegende Frage zu stolpern, wieso man die Patronen nicht gleich einzeln rauchen kann, zum Beispiel als papierumwickelte Stengel, gefüllt mit dem natürlichen Nikotinvorkommen Tabak. Zum einen würde das besser aussehen als das Lutschen an einer tamponförmigen Trillerpfeife, zum anderen würde es endlich die nervige Dissoziativität von Sucht- und Suchtbekämpfungsmittel aufheben: Rauchentwöhnung durch Zigarettenrauchen wäre möglich. Von dort könnte dann auch die Entwicklung der Gesundheitszigarette (Konsum wird von der WHO empfohlen zur Vorbeugung gegen Alzheimer, Parkinson und Rumstehen-ohne-was-zu-tun-haben) nur noch eine Raucherpause entfernt sein.
Stattdessen ging man lieber den komplizierten Weg. Lassen wir also die Verwirrung, was man sie lassen sollte: auf sich beruhen. Aber sollte in den Nicorette-Laboratorien eines Tages leckeres Essen erfunden werden, von dem man nicht zunimmt, würden wir es gerne mit Messer und Gabel vom Teller essen und nicht aus einer Patrone in einem Plastikröhrchen.
Die Verwirrung ensteht, wie so oft, weil jemand einen Schritt in die richtige Richtung gegangen ist, um dann drei zurück zu tun, einen Purzelbaum zu schlagen und sich schließlich blind im Kreis zu drehen, bis er nicht mehr weiß, wo er ist. Nur so konnte es dem Nicorette-Forschungsteam gelingen, nicht über die viel zu nahe liegende Frage zu stolpern, wieso man die Patronen nicht gleich einzeln rauchen kann, zum Beispiel als papierumwickelte Stengel, gefüllt mit dem natürlichen Nikotinvorkommen Tabak. Zum einen würde das besser aussehen als das Lutschen an einer tamponförmigen Trillerpfeife, zum anderen würde es endlich die nervige Dissoziativität von Sucht- und Suchtbekämpfungsmittel aufheben: Rauchentwöhnung durch Zigarettenrauchen wäre möglich. Von dort könnte dann auch die Entwicklung der Gesundheitszigarette (Konsum wird von der WHO empfohlen zur Vorbeugung gegen Alzheimer, Parkinson und Rumstehen-ohne-was-zu-tun-haben) nur noch eine Raucherpause entfernt sein.
Stattdessen ging man lieber den komplizierten Weg. Lassen wir also die Verwirrung, was man sie lassen sollte: auf sich beruhen. Aber sollte in den Nicorette-Laboratorien eines Tages leckeres Essen erfunden werden, von dem man nicht zunimmt, würden wir es gerne mit Messer und Gabel vom Teller essen und nicht aus einer Patrone in einem Plastikröhrchen.
larsweisbrod - Mythos und Technik - 25. Jan, 19:25
