Wie unendlich langweilig
Seit die Regierungsmitglieder mitsamt Familien, schlechter Laune, Macht und Regierungslast aus Bonn verschwunden sind, passiert hier eher nichts mehr. Das erzählt man sich zumindest auf der Straße und das anscheinend seit geschlagenen neun Jahren. Ich als Bonner Neubürger höre das erst seit geschlagenen eineinhalb Jahren, reicht aber auch schon. Man stelle sich das vor, achtzehn Monate ruft es einem von jeder Straßenecke entgegen, wie unendlich langweilig die eigene Stadt ist. Da freut man sich, wenn es so jemanden wie Herrn Zumwinkel gibt, der vor lauter Langweile Steuern hinterzieht und dafür sorgt, dass einem befreundete Mitstudenten, die in fünfhundert Meter Entfernung des Post-Towers wohnen, erzählen, dass bei ihnen um die Ecke die Post abgeht. Wörtlich sagen sie das natürlich nicht, das wäre ja auch zu naheliegend.
nadjaschlueter - aus den Nachrichten - 14. Feb, 19:54

Also ich hatte....
Okay, da kann ich die Bonner verstehen, nix mehr los, so richtig.
Aber die sind eben nicht gewohnt selbst Stimmung zu machen. Wie eine hübsche Prinzessin wartet die Stadt darauf, das sie jemand aus dem postgelben oder magentafarbenen Traum küsst. Und das da ab und an ein Rosenkrieg tobt, kriegen die garnicht mit.
So sind sie, die Bonner...
War übrigens schön, gestern, so im Schloßkeller, der Text übers Regionalfernsehen hat mir aber nichts gegeben. Aber das ist immer so bei Texten übers Fernsehen, ich schaue keins. Also nicht nur weil es ja sein könnte das Du eine getarnte GEZ Agentin bist, nein, Fernsehen langweilt mich unsäglich. Und Texte übers Fernsehen irgendwie auch. Obwohl das vielleicht sogar ein klein wenig der Zweck des Textes war.