Landhausschlafzimmer
Landhausschlafzimmer in naturbelassenem Holz, runde Knäufe auf allen vier Pfosten des Bettes. Man stelle sich vor, man sei zwölf und zu Besuch bei den Verwandten auf dem Lande. Langeweile hinge über den Tagen wie schwerer Nebel, Freunde seien nicht zu erreichen und man verbrächte seine Nachmittage im Landhausschlafzimmer und träte aus Frust die Knäufe von den Pfosten. Die Eltern und Verwandten seien auf einem Ausflug, denn das Wetter sei ja noch gut und später die Sonne sicher nicht mehr am Himmel, also gingen sie lieber noch einmal los. Diesmal habe man sich weigern können, zur Mühle oder durch die Weinberge, was einem alles als dasselbe vorkomme, doch Zuhausebleiben sei auch keine Lösung gewesen (sie wird auch in späteren Jahren keine werden). Es sei das größere von zwei Übeln und so starre man, die Lustigen Taschenbücher unlustig zur Seite geworfen, auf die Landhausmöbel, deren naturbelassenes Holz sich für lange Zeit einprägen würde und bei jeder zukünftigen Begegnung einen leichten Schauer verursache.
Aus dem Kapitel "Möbelhaus" des im Entstehen befindlichen Sachbuchs "Oh wie schön ist Parkhaus 4".
Aus dem Kapitel "Möbelhaus" des im Entstehen befindlichen Sachbuchs "Oh wie schön ist Parkhaus 4".
larsweisbrod - Fragmente - 3. Sep, 21:29

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