Brown, Cash, Timberlake
Ich besitze sehr viele Theorien, die meisten davon sind allerdings Mist. Da wäre beispielsweise eine Theorie über Musik, die besagt, dass es eigentlich nur zwei Arten davon gibt: Funk und Country. Alle Musiker und alle Musikrichtungen lassen sich diesen beiden Polen zuordnen: Fast alle Varianten von Black Music und Elektro gehören zum Funk, Rockmusik gehört größtenteils zu Country, wobei es immer auch Ausnahmen gibt. In beiden Kategorien gibt es langsame und schnelle Musik, fröhliche und traurige, der Unterschied liegt eher in einer gewissen Attitüde, die allerdings wenig mit Schwarzen und Weißen zu tun hat. Funk ist Musik für Menschen, die reich sind oder reich werden wollen, Country ist Musik für Menschen die arm sind oder mal arm waren. Im übrigen könnte man noch eine dritte Kategorie eröffnen, nämlich Musik, die eigentlich gar keine ist, dazu würde dann beispielsweise Sarah Connor gehören.
Funk und Country schließen sich gegenseitig aus, sie definieren sich durch die Abwesenheit des jeweils anderen. Es ist beispielsweise logisch, dass es niemals eine Band geben könnte, deren Stilrichtung "Funk-Country" oder "Country-Funk" wäre, denn damit würde sie gegen den Satz vom Widerspruch verstoßen. Das geht natürlich nicht, denn selbst wenn wir uns Welten vorstellen können, in denen unsere physikalischen Axiome nicht gelten (in denen Masse beispielsweise unträge ist), eine Welt, in der es eine Country-Funk-Band gibt, in der also die logischen Gesetze nicht gelten, können wir uns nicht vorstellen. Das wissen wir aus dem Philosophieunterricht.
So ist also die Lage, zumindest laut meiner Theorie. Seit kurzem gibt es nun Gerüchte, dass Justin "The Snake" Timberlake sich in seine Heimatstadt Memphis, Tennessee, zurückgezogen haben soll, um, so heißt es, Country-Songs zu schreiben. Sollte ihm das, was wir uns herzlich wünschen, mit ähnlich viel Geschick gelingen wie die Aufnahmen zu seinem letzten Album (das natürlich dem Funk zuzuordnen ist), dann wäre er einer der wenigen Musiker, denen Großartiges in beiden Kategorien gelungen ist, und damit ein wirkliches Jahrhunderttalent - und noch dazu eines, von dem man es nie erwartet hätte. So weit also meine Theorie.
Funk und Country schließen sich gegenseitig aus, sie definieren sich durch die Abwesenheit des jeweils anderen. Es ist beispielsweise logisch, dass es niemals eine Band geben könnte, deren Stilrichtung "Funk-Country" oder "Country-Funk" wäre, denn damit würde sie gegen den Satz vom Widerspruch verstoßen. Das geht natürlich nicht, denn selbst wenn wir uns Welten vorstellen können, in denen unsere physikalischen Axiome nicht gelten (in denen Masse beispielsweise unträge ist), eine Welt, in der es eine Country-Funk-Band gibt, in der also die logischen Gesetze nicht gelten, können wir uns nicht vorstellen. Das wissen wir aus dem Philosophieunterricht.
So ist also die Lage, zumindest laut meiner Theorie. Seit kurzem gibt es nun Gerüchte, dass Justin "The Snake" Timberlake sich in seine Heimatstadt Memphis, Tennessee, zurückgezogen haben soll, um, so heißt es, Country-Songs zu schreiben. Sollte ihm das, was wir uns herzlich wünschen, mit ähnlich viel Geschick gelingen wie die Aufnahmen zu seinem letzten Album (das natürlich dem Funk zuzuordnen ist), dann wäre er einer der wenigen Musiker, denen Großartiges in beiden Kategorien gelungen ist, und damit ein wirkliches Jahrhunderttalent - und noch dazu eines, von dem man es nie erwartet hätte. So weit also meine Theorie.
larsweisbrod - Musisches - 18. Mai, 01:12
