Retro-Reklame
Wie gut, dass es Mitmenschen gibt. Mit Mitmenschen kann man sich freuen, traurig sein oder lange herumsitzen. Um nur drei Beispiele zu nennen. Ein ziemlich gutes viertes habe ich aber noch: Mitmenschen können einem Dinge zeigen, die man später auf dem Weblog weiterzeigen kann.
So hat z.B. meine Mitbewohnerin einem Freund zwei "Perry Rhodan"-Heftchen vom Flohmarkt mitgebracht. "Perry Rhodan" also, Science Fiction in Heftroman-Form, irrsinnig beliebt, sicher auch irrsinnig toll. In meiner Welt tauchte "Perry Rhodan" aber bisher nicht auf, daher kann ich wenig dazu sagen und daher soll hier auch nicht näher darauf eingegangen werden. Das riecht nämlich verdammt nach Fans, die jedes Detail kennen, und einem aufs Dach steigen, wenn man dazu so ganz aus dem Laienstand heraus etwas äußert.
Was ich aber mit bestem Wissen und Gewissen sagen kann: Die mir vorliegenden "Perry Rhodan"-Ausgaben stammen aus dem Jahre 1964, sind somit 22 Jahre älter als ich und könnten daher fast meine Eltern sein, wenn sie nicht gerade aus Papier und im DIN-A5-Format wären. Die Mitmenschen, die gerade anwesend waren, als ich das bestaunte, zeigten mir dann die Werbeseiten im Heft und wer sich auch über alte Werbungen auf Videokassetten mit Filmen drauf, die man vor Jahren mal gut fand, freut, der kommt hier voll auf seine Kosten. Nunja, vielleicht nicht ganz, denn die alten Werbungen auf den Videokassetten, die kennt der sich Freuende ja noch irgendwie und lächelt dann nostalgisch in den Raum, wenn er sie sieht, wohingegen die Werbungen im genannten Heft so alt sind, dass viele sie überhaupt noch nie gekannt haben. Kommt eben der auf seine Kosten, der generell überlebte Reklame mag.
All jene, auf die die Beschreibung "Mag überlebte Reklame, selbst dann, wenn sie schlecht abphotographiert ist" passt, können sich also nun an den nachfolgenden Bildern laben.

"Annette" heißt das hübsche Koffer-Radio. Vielleicht, weil das fast ein Anagramm von "Antenne" ist. Möglicherweise wird diese Frage in der Prospekt-Mappe geklärt, die hoffentlich ausführlicher ist, als das Wort "ausführlich" ausgeführt wird.

Jetzt weiß man endlich, was in den 60er Jahren wirklich wichtig war. Mauerbau, Mondlandung, Studentenbewegung, alles Schnickschnack, wirklich wichtig waren nur schön anliegende Ohren. Segelohren lenkten aber auch wirklich nur unnötig von gruseligen Haarschnitten ab.
Härter im Nehmen war man damals auch noch. Der angespriesene "Hautschnee" wirkte nämlich nicht etwa "mild" oder "sanft", wie diese ganze seichte Kosmetik der heutigen Wattebausch-Gesellschaft, nein, der "Hautschnee" war "radikal", der "Hautschnee" war der Extremist unter den Mittelchen, der "Hautschnee" war das, was heute Osama Bin Laden ist. Nur netter, denn er machte die Menschen schöner. So schön wie die Dame links. Die Dame rechts sieht unglücklich aus und wurde nicht etwa mit Wasserfarben angespritzt, die man auf eine Zahnbürste aufgetragen und durch ein Sieb gerieben hat, nein, sie hat, machen wir uns doch nichts vor, "hässliche Hautfehler". In der heutigen Wattebausch-Gesellschaft würde man bei solch klaren Ansagen wohl auf die Anzeige heulen.

Noch ein Beispiel für Unsinn zum Schluss. Möglicherweise riecht es nach Schweinebauch in Pfeffersauce, nach Kleinkind oder nach Nadelwald, alles ist möglich, denn meiner Meinung nach wären das alles Gerüche, die ein Parfüm zu einem "besonderen" Parfüm machen. Allerdings heißt es nunmal "Intim" und ich möchte lieber keine Thesen aufstellen, welche Gerüche sich hinter diesem Namen wohl verstecken mögen.
So hat z.B. meine Mitbewohnerin einem Freund zwei "Perry Rhodan"-Heftchen vom Flohmarkt mitgebracht. "Perry Rhodan" also, Science Fiction in Heftroman-Form, irrsinnig beliebt, sicher auch irrsinnig toll. In meiner Welt tauchte "Perry Rhodan" aber bisher nicht auf, daher kann ich wenig dazu sagen und daher soll hier auch nicht näher darauf eingegangen werden. Das riecht nämlich verdammt nach Fans, die jedes Detail kennen, und einem aufs Dach steigen, wenn man dazu so ganz aus dem Laienstand heraus etwas äußert.
Was ich aber mit bestem Wissen und Gewissen sagen kann: Die mir vorliegenden "Perry Rhodan"-Ausgaben stammen aus dem Jahre 1964, sind somit 22 Jahre älter als ich und könnten daher fast meine Eltern sein, wenn sie nicht gerade aus Papier und im DIN-A5-Format wären. Die Mitmenschen, die gerade anwesend waren, als ich das bestaunte, zeigten mir dann die Werbeseiten im Heft und wer sich auch über alte Werbungen auf Videokassetten mit Filmen drauf, die man vor Jahren mal gut fand, freut, der kommt hier voll auf seine Kosten. Nunja, vielleicht nicht ganz, denn die alten Werbungen auf den Videokassetten, die kennt der sich Freuende ja noch irgendwie und lächelt dann nostalgisch in den Raum, wenn er sie sieht, wohingegen die Werbungen im genannten Heft so alt sind, dass viele sie überhaupt noch nie gekannt haben. Kommt eben der auf seine Kosten, der generell überlebte Reklame mag.
All jene, auf die die Beschreibung "Mag überlebte Reklame, selbst dann, wenn sie schlecht abphotographiert ist" passt, können sich also nun an den nachfolgenden Bildern laben.

"Annette" heißt das hübsche Koffer-Radio. Vielleicht, weil das fast ein Anagramm von "Antenne" ist. Möglicherweise wird diese Frage in der Prospekt-Mappe geklärt, die hoffentlich ausführlicher ist, als das Wort "ausführlich" ausgeführt wird.

Jetzt weiß man endlich, was in den 60er Jahren wirklich wichtig war. Mauerbau, Mondlandung, Studentenbewegung, alles Schnickschnack, wirklich wichtig waren nur schön anliegende Ohren. Segelohren lenkten aber auch wirklich nur unnötig von gruseligen Haarschnitten ab.
Härter im Nehmen war man damals auch noch. Der angespriesene "Hautschnee" wirkte nämlich nicht etwa "mild" oder "sanft", wie diese ganze seichte Kosmetik der heutigen Wattebausch-Gesellschaft, nein, der "Hautschnee" war "radikal", der "Hautschnee" war der Extremist unter den Mittelchen, der "Hautschnee" war das, was heute Osama Bin Laden ist. Nur netter, denn er machte die Menschen schöner. So schön wie die Dame links. Die Dame rechts sieht unglücklich aus und wurde nicht etwa mit Wasserfarben angespritzt, die man auf eine Zahnbürste aufgetragen und durch ein Sieb gerieben hat, nein, sie hat, machen wir uns doch nichts vor, "hässliche Hautfehler". In der heutigen Wattebausch-Gesellschaft würde man bei solch klaren Ansagen wohl auf die Anzeige heulen.

Noch ein Beispiel für Unsinn zum Schluss. Möglicherweise riecht es nach Schweinebauch in Pfeffersauce, nach Kleinkind oder nach Nadelwald, alles ist möglich, denn meiner Meinung nach wären das alles Gerüche, die ein Parfüm zu einem "besonderen" Parfüm machen. Allerdings heißt es nunmal "Intim" und ich möchte lieber keine Thesen aufstellen, welche Gerüche sich hinter diesem Namen wohl verstecken mögen.
nadjaschlueter - Konsum ist eine Lösung - 22. Apr, 18:37

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