Also Badesachen nicht vergessen
In der Großraumdiskothek "Funpark" in Mülheim-Kärlich hat man sicher sehr viel Spaß, denn das sagt einem ja schon der Name. Gut sind aus dem gleichen Grund auch Gutscheine. Daher schneide ich sie alle aus meinen Fernsehzeitschriften und Lokalzeitungen vorsichtig aus, trage die erforderten Angaben ein und bestelle mir, meinen Freunden und Bekannten und allen Menschen, die ich liebe, Gedenkmünzenkataloge, Probierpäckchen und Studienunterlagen der Fernuniversität Darmstadt.
Besonders freut es mich, dass ich auf dem Gutschein des Treppenliftmarktführers Lifta ein Kreuzchen neben Folgendem machen darf: "Ich würde mich gerne persönlich von Lifta überzeugen. Bitte zeigen Sie mir ein Einbaubeispiel in meiner Nachbarschaft." Denn dann darf man sicher in die Wohnungen von wildfremden Leuten gucken, die Bilder an ihren Wänden betatschen und auf ihren Treppenliften probefahren. Außerdem freuen sich alte Menschen, welche neben faulen Menschen ja die Hauptabnehmer von Treppenliften sind, bekanntermaßen über Besuch, selbst wenn er nur ihren Treppenlift angucken will, denn alte Leute sind einsam und verbittert, das weiß man aus dem Fernsehen.
Ja, Treppenlifte probezufahren, das wäre schon etwas, denn Probenutzung war eine Superidee vom Kapitalismus, der an Superideen wenig ärmer ist als an Scheißideen. Schön deshalb auch der Schluss einer circa hundertseitigen Anzeige des Badherstellers Duravit im Nachrichtenmagazin "DER SPIEGEL": "Und im Duravit Design Center in Hornberg warten komplette Traumbäder auf Ihren Besuch - Probebaden inklusive. Also Badesachen nicht vergessen!"
Also schnell die Weblogautorkollegin angerufen, Badesachen eingepackt und hingefahren oder auch die Weblogautorenkollegin in Ruhe gelassen, Badesachen vergessen und daheimgeblieben, das ist genauso okay. Denn wir leben nicht nur im Kapitalismus, sondern auch in der sogenannten Demokratie und niemand wird dazu gezwungen, auszuprobieren, was er nicht ausprobieren mag, nicht einmal wenn es Badezimmer oder Treppenlifte sind.
Besonders freut es mich, dass ich auf dem Gutschein des Treppenliftmarktführers Lifta ein Kreuzchen neben Folgendem machen darf: "Ich würde mich gerne persönlich von Lifta überzeugen. Bitte zeigen Sie mir ein Einbaubeispiel in meiner Nachbarschaft." Denn dann darf man sicher in die Wohnungen von wildfremden Leuten gucken, die Bilder an ihren Wänden betatschen und auf ihren Treppenliften probefahren. Außerdem freuen sich alte Menschen, welche neben faulen Menschen ja die Hauptabnehmer von Treppenliften sind, bekanntermaßen über Besuch, selbst wenn er nur ihren Treppenlift angucken will, denn alte Leute sind einsam und verbittert, das weiß man aus dem Fernsehen.
Ja, Treppenlifte probezufahren, das wäre schon etwas, denn Probenutzung war eine Superidee vom Kapitalismus, der an Superideen wenig ärmer ist als an Scheißideen. Schön deshalb auch der Schluss einer circa hundertseitigen Anzeige des Badherstellers Duravit im Nachrichtenmagazin "DER SPIEGEL": "Und im Duravit Design Center in Hornberg warten komplette Traumbäder auf Ihren Besuch - Probebaden inklusive. Also Badesachen nicht vergessen!"
Also schnell die Weblogautorkollegin angerufen, Badesachen eingepackt und hingefahren oder auch die Weblogautorenkollegin in Ruhe gelassen, Badesachen vergessen und daheimgeblieben, das ist genauso okay. Denn wir leben nicht nur im Kapitalismus, sondern auch in der sogenannten Demokratie und niemand wird dazu gezwungen, auszuprobieren, was er nicht ausprobieren mag, nicht einmal wenn es Badezimmer oder Treppenlifte sind.
larsweisbrod - aus unseren Badezimmern - 23. Mrz, 15:03

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