Neutrinodetektoren und Benjamin-Aufsätze
Von Andreas Gursky hört man ja gerade in den Straßen und in den Gassen und auf den Boulevards (vor allem auf den Boulevards) jede Menge. Auch mir gefallen seine Fotos gut, doch ist es gerade der Umstand, dass sie einen Kunstunkenner wie mich so unmittelbar beeindrucken, der mich grübeln lässt. Möglicherweise ist es nämlich schlicht zu einfach, große Sachen und viele Leute zu fotografieren, damit jemand wie ich, wie angesichts alles Bombastischen, ausruft: "Boah!" Möglicherweise aber auch nicht.
Andreas Gurskys unumstrittenste, aber leider wenig diskutierte Leistung ist es allerdings, einmal den Superkamiokande-Neutrinodetektor irgendwo in Japan fotografiert zu haben. Diese Einrichtung verfügt nämlich neben dem Bombastischen um die liebenswürdige Eigenschaft, einen Namen zu haben, den man schon nach einmal hören nicht mehr vergisst. Vor mehreren Jahren bei den Schülerunitagen der naturwissenschaftlichen und mathematischen Fakultät der Universität Bonn habe ich ihn zum ersten Mal gehört und seit dem ist er bei mir im Kopf: Superkamiokande. Ähnliches vollbrachte bei mir nur Walter Benjamins Aufsatztitel "Das Kunstwerk in der Zeit seiner technischen Reproduzierbarkeit", der reimt sich nämlich, wenn auch etwas holprig. Damit ist sichergestellt, dass man auch von ihm noch in vielen Jahren jede Menge hört in den Straßen, in den Gassen und auf den Boulevards (vor allem auf den Boulevards).
Andreas Gurskys unumstrittenste, aber leider wenig diskutierte Leistung ist es allerdings, einmal den Superkamiokande-Neutrinodetektor irgendwo in Japan fotografiert zu haben. Diese Einrichtung verfügt nämlich neben dem Bombastischen um die liebenswürdige Eigenschaft, einen Namen zu haben, den man schon nach einmal hören nicht mehr vergisst. Vor mehreren Jahren bei den Schülerunitagen der naturwissenschaftlichen und mathematischen Fakultät der Universität Bonn habe ich ihn zum ersten Mal gehört und seit dem ist er bei mir im Kopf: Superkamiokande. Ähnliches vollbrachte bei mir nur Walter Benjamins Aufsatztitel "Das Kunstwerk in der Zeit seiner technischen Reproduzierbarkeit", der reimt sich nämlich, wenn auch etwas holprig. Damit ist sichergestellt, dass man auch von ihm noch in vielen Jahren jede Menge hört in den Straßen, in den Gassen und auf den Boulevards (vor allem auf den Boulevards).
larsweisbrod - Semiotik für Fortgeschrittene - 26. Feb, 20:28
