Die Geburt der Tragödie aus der Musik
Der Alltag klingt manchmal recht schnöde. Immer wieder rauscht draußen der RE5 vorbei oder ein Güterzug scheppert über die Gleise, vorher macht die Schranke "bing-bing-bing", nachher auch, die Autos starten durch, irgendwo mal wieder Martinshorn und mein Mitbewohner bohrt.
Schöne Töne hingegen machen Klaviere, ein Klavier könnte ich mir stundenlang anhören, wo sich die Gelegenheit ergibt, tue ich das sogar und über Klaviere und ihre Töne könnte ich sogar stundenlang schreiben, mache ich aber jetzt nicht.
Dafür sage ich aber, dass es ganz wunderbar ist, wenn sich schöne Klaviertöne und schnöde Alltagstöne mischen. Ich höre Klaviermusik in Moll und und jeder Zug und jedes Auto klingt nach weiter Reise und nach Wehmut, ich höre Klaviermusik in Moll und jedes "bing-bing-bing" wird mir das liebste, vertrauteste Geräusch, das man immer wieder vermissen wird, ich höre Klaviermusik in Moll und jedes heulende Martinshorn klingt so tragisch und so bemüht, zu retten, was zu retten ist, ich höre Klaviermusik in Moll und das Bohrgeräusch aus dem Zimmer am anderen Ende des Flurs, das rührt mich ungemein. Ich horche darauf wie Schön und Schnöde etwas ganz Neues zeugen und gebären.
Nach dieser Portion phobos und eleos wird es dann aber Zeit, Ziehharmonikamusik zu hören, in Dur, und selbst ganz Dur zu sein. Vielleicht sollte ich auch mal meinen Mitbewohner fragen gehen, was er da eigentlich bohrt.
Schöne Töne hingegen machen Klaviere, ein Klavier könnte ich mir stundenlang anhören, wo sich die Gelegenheit ergibt, tue ich das sogar und über Klaviere und ihre Töne könnte ich sogar stundenlang schreiben, mache ich aber jetzt nicht.
Dafür sage ich aber, dass es ganz wunderbar ist, wenn sich schöne Klaviertöne und schnöde Alltagstöne mischen. Ich höre Klaviermusik in Moll und und jeder Zug und jedes Auto klingt nach weiter Reise und nach Wehmut, ich höre Klaviermusik in Moll und jedes "bing-bing-bing" wird mir das liebste, vertrauteste Geräusch, das man immer wieder vermissen wird, ich höre Klaviermusik in Moll und jedes heulende Martinshorn klingt so tragisch und so bemüht, zu retten, was zu retten ist, ich höre Klaviermusik in Moll und das Bohrgeräusch aus dem Zimmer am anderen Ende des Flurs, das rührt mich ungemein. Ich horche darauf wie Schön und Schnöde etwas ganz Neues zeugen und gebären.
Nach dieser Portion phobos und eleos wird es dann aber Zeit, Ziehharmonikamusik zu hören, in Dur, und selbst ganz Dur zu sein. Vielleicht sollte ich auch mal meinen Mitbewohner fragen gehen, was er da eigentlich bohrt.
nadjaschlueter - Musisches - 9. Feb, 16:16

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