Doofe Sätze und Ersatz-Sätze
Um Interview-Situationen der folgenden Art zu vermeiden:
"Warum schreibst du?"
"Äh..."
"Ist Schreiben für dich ein Ventil?"
"Jaja, Ventil, genau.“
die bei wiederholtem Auftreten auch zu diesem Phänomen führen können:
"Wieso schreibst du?"
"Schreiben ist für mich eine Luftpumpe."
"Was?"
"Eine Luftpumpe."
"Meinst du ein Ventil?"
"Jaja, Ventil, genau."
haben wir uns als zukünftige Autoren von Welt natürlich zuerst einmal in Arroganz geübt und dann folgende Sätze gesammelt, die wir neben: "Schreiben ist für mich ein Ventil." ebenfalls niemals sagen wollen:
"Ich schreibe, um das Leben der Menschen ein wenig fröhlicher zu machen. Ein Lächeln im Gesicht des Lesers, das ist mein größer Lohn."
"In jedem meiner Texte steckt Herzblut, aber auch sehr, sehr viel Arbeit. Aber am Ende bin ich stolz, etwas geschaffen zu haben."
"Wenn ich auftrete, genieße ich einfach den direkten Kontakt zum Publikum. Wir müssen die Literatur rausholen aus dem Elfenbeinturm, hin zu den Menschen."
"Ich bin meinen Lesern und Fans dankbar für meinen Erfolg."
"Das letzte Buch von Paolo Coelho habe ich in einem Rutsch durchgelesen, eingewickelt in meine Wolldecke vor dem Fenster."
"Ich werde meiner Herkunft immer treu bleiben. Man darf nie vergessen, wo man herkommt."
"Ich überlege mir nicht vorher, wie ich auftrete. Das kommt alles spontan."
"Mit meinen Texten will ich die Welt ein kleines bisschen besser machen."
"Ich möchte den Menschen mit meinen Texten einen Spiegel vorhalten."
"Oft verarbeite ich auch persönliche Erfahrungen in meinen Texten."
"Was die Kritiker schreiben, interessiert mich gar nicht mehr. Ich habe einige Freunde, auf deren Meinung ich wert lege. Alles andere beachte ich nicht."
"Ich schreibe nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen."
"Auf der Bühne stehen ist für mich ein Lebensgefühl."
"Schreiben war immer mein Traum. Ich bin froh, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde, ihn zu verwirklichen."
"Am liebsten schreibe ich im Park unter meinem Lieblingsbaum. Da habe ich die besten Ideen."
Jetzt wollen wir natürlich nicht, dass unsere Leser sich beklagen, wir würden zwar heftig mosern, hätten aber natürlich keine besseren Vorschläge zu machen (und ähnliches "Wäwäwä“) und haben daher trotz Zeitmangels (man hat ja mehr zu tun, als Weblogeinträge zu schreiben, z.B. ohne Decke in einer dunklen Kammer Bret Easton Ellis lesen) kurz in die "Sätze, die wir hingegen gerne mal sagen wollen“-Kiste gegriffen und folgende Schmankerl herausgezogen:
"Ich verarbeite keine persönlichen Erfahrungen in meinen Texten. Ich habe eine Maschine gebaut, mit der ich die Erfahrungen aus anderen Menschen, die ich auf der Straße überfalle, heraussauge und in Texte umwandele."
"Wenn ich schreibe kaue ich wenigstens nicht an den Fingernägeln.“
"Schreiben war immer mein Traum. Ich bin froh, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde, ihn zu verwirklichen. Aber als Vorstandsvorsitzender eines börsennotierten Unternehmens wäre ich auch nicht unglücklich."
"Meinen besten Text habe ich geschrieben, nachdem ich die Lieblinsbäume der anderen Autoren im Park gefällt habe.“
Der Rest bleibt erst mal drin in der Kiste. Ganz unten liegt übrigens die Hoffnung. Die Hoffnung darauf, dass das Wort "Ventil“ endlich nie wieder als Metapher verwendet wird, denn es ist ein sehr hässliches Wort.
"Warum schreibst du?"
"Äh..."
"Ist Schreiben für dich ein Ventil?"
"Jaja, Ventil, genau.“
die bei wiederholtem Auftreten auch zu diesem Phänomen führen können:
"Wieso schreibst du?"
"Schreiben ist für mich eine Luftpumpe."
"Was?"
"Eine Luftpumpe."
"Meinst du ein Ventil?"
"Jaja, Ventil, genau."
haben wir uns als zukünftige Autoren von Welt natürlich zuerst einmal in Arroganz geübt und dann folgende Sätze gesammelt, die wir neben: "Schreiben ist für mich ein Ventil." ebenfalls niemals sagen wollen:
"Ich schreibe, um das Leben der Menschen ein wenig fröhlicher zu machen. Ein Lächeln im Gesicht des Lesers, das ist mein größer Lohn."
"In jedem meiner Texte steckt Herzblut, aber auch sehr, sehr viel Arbeit. Aber am Ende bin ich stolz, etwas geschaffen zu haben."
"Wenn ich auftrete, genieße ich einfach den direkten Kontakt zum Publikum. Wir müssen die Literatur rausholen aus dem Elfenbeinturm, hin zu den Menschen."
"Ich bin meinen Lesern und Fans dankbar für meinen Erfolg."
"Das letzte Buch von Paolo Coelho habe ich in einem Rutsch durchgelesen, eingewickelt in meine Wolldecke vor dem Fenster."
"Ich werde meiner Herkunft immer treu bleiben. Man darf nie vergessen, wo man herkommt."
"Ich überlege mir nicht vorher, wie ich auftrete. Das kommt alles spontan."
"Mit meinen Texten will ich die Welt ein kleines bisschen besser machen."
"Ich möchte den Menschen mit meinen Texten einen Spiegel vorhalten."
"Oft verarbeite ich auch persönliche Erfahrungen in meinen Texten."
"Was die Kritiker schreiben, interessiert mich gar nicht mehr. Ich habe einige Freunde, auf deren Meinung ich wert lege. Alles andere beachte ich nicht."
"Ich schreibe nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen."
"Auf der Bühne stehen ist für mich ein Lebensgefühl."
"Schreiben war immer mein Traum. Ich bin froh, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde, ihn zu verwirklichen."
"Am liebsten schreibe ich im Park unter meinem Lieblingsbaum. Da habe ich die besten Ideen."
Jetzt wollen wir natürlich nicht, dass unsere Leser sich beklagen, wir würden zwar heftig mosern, hätten aber natürlich keine besseren Vorschläge zu machen (und ähnliches "Wäwäwä“) und haben daher trotz Zeitmangels (man hat ja mehr zu tun, als Weblogeinträge zu schreiben, z.B. ohne Decke in einer dunklen Kammer Bret Easton Ellis lesen) kurz in die "Sätze, die wir hingegen gerne mal sagen wollen“-Kiste gegriffen und folgende Schmankerl herausgezogen:
"Ich verarbeite keine persönlichen Erfahrungen in meinen Texten. Ich habe eine Maschine gebaut, mit der ich die Erfahrungen aus anderen Menschen, die ich auf der Straße überfalle, heraussauge und in Texte umwandele."
"Wenn ich schreibe kaue ich wenigstens nicht an den Fingernägeln.“
"Schreiben war immer mein Traum. Ich bin froh, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde, ihn zu verwirklichen. Aber als Vorstandsvorsitzender eines börsennotierten Unternehmens wäre ich auch nicht unglücklich."
"Meinen besten Text habe ich geschrieben, nachdem ich die Lieblinsbäume der anderen Autoren im Park gefällt habe.“
Der Rest bleibt erst mal drin in der Kiste. Ganz unten liegt übrigens die Hoffnung. Die Hoffnung darauf, dass das Wort "Ventil“ endlich nie wieder als Metapher verwendet wird, denn es ist ein sehr hässliches Wort.
nadjaschlueter - gemeinsame Projekte - 25. Jan, 21:32
