Die Feindschaft mit dem Tage
Der Tag ist ein böses Raubtier. Das haben die meisten Dichter leider übersehen, seit Wolfram von Eschenbach darauf so bemerkenswert hingewiesen hat: "Sîne klâwen / durch die wolken sint geslagen, / er stîget ûf mit grôzer kraft; / ich sich in grâwen / tegelîch, als er wil tagen: / den tac, der im geselleschaft / Erwenden wil, dem werden man, / den ich mit sorgen în verliez." Im Anschluss an diese schönen Worte fordere ich also die Feindschaft mit dem Tage zurück, ich fordere Polemiken, Spottgedichte und Hasstiraden auf dieses ekelhafte Helle dort am Horizont, das uns den Armen der nächtlichen Abenteuer entreißt. Dichter, hört auf mich.
larsweisbrod - Ideen, die andere hatten - 25. Jan, 08:21

nee
wo sich doch jetzt gerade hier vor meiner Tür Sonne und Schnee die Klinke in die Han drücken