Ein Trio Prominente, zwei davon im Duo, einer allein
Traurig muss es für Peter Handke sein, dass ihm der Düsseldorfer Stadtrat wegen eines Beerdigungsbesuches den Heine-Preis 2006 wieder aberkannte. Geradezu erniedrigend dürfte es allerdings auf ihn wirken, dass von den 50.000 Euro Preisgeld, die dadurch gespart wurden, ein Einkaufszentrum gebaut werden soll. "Och nee!" hat er da sicher gedacht und sich vorgenommen, fortan den Beerdigungen serbischer Präsidenten fernzubleiben.
Viel lieber als Peter Handke und den Düsseldorfer Stadtrat mag ich ein anderes zufällig sich so ergebendes Duo, nämlich Ulrich Wickert, den ich in meinem Kopf gerne noch "...und eine geruhsame Nacht" sagen lasse, bevor ich hinwegdämmere, und das SZ-Magazin, welches ich mir gerne zum Lesen vornehme, um mich vor anderen Dingen zu drücken. Und jenes Magazin schrieb über jenen Tagesthemensprecher a.D.: "Wickert hingegen pflegte das Bild eines französischen Grandseigneurs der Narichtenbranche, der selbst bei ernster Weltlage noch ein gutes Glas Rotwein und die Gegenwart einer charmanten Dame zu schätzen weiß." Schön ist das und ich wünsche mir, charmant zu sein und mit dem SZ-Magazin im Arm in einem großen, mit Samtkissen ausgelegten Ohrensessel hinwegzudämmern, während Uli Wickert seine Abmoderation immer und immer wieder über sein Rotweinglas hinweg in Richtung meines Platzes spricht.
Zum Schluss bespreche ich noch Guido Knopp, den Mann, der, wie Lars gerne sagt, ohne die Nazis keinen Job hätte. Und den bespreche ich nicht im Duo, denn er ist sicher einsam. Ich habe nämlich gehört, dass er echt unsympathisch sein soll. Mehr gibt es da nicht zu besprechen.
Viel lieber als Peter Handke und den Düsseldorfer Stadtrat mag ich ein anderes zufällig sich so ergebendes Duo, nämlich Ulrich Wickert, den ich in meinem Kopf gerne noch "...und eine geruhsame Nacht" sagen lasse, bevor ich hinwegdämmere, und das SZ-Magazin, welches ich mir gerne zum Lesen vornehme, um mich vor anderen Dingen zu drücken. Und jenes Magazin schrieb über jenen Tagesthemensprecher a.D.: "Wickert hingegen pflegte das Bild eines französischen Grandseigneurs der Narichtenbranche, der selbst bei ernster Weltlage noch ein gutes Glas Rotwein und die Gegenwart einer charmanten Dame zu schätzen weiß." Schön ist das und ich wünsche mir, charmant zu sein und mit dem SZ-Magazin im Arm in einem großen, mit Samtkissen ausgelegten Ohrensessel hinwegzudämmern, während Uli Wickert seine Abmoderation immer und immer wieder über sein Rotweinglas hinweg in Richtung meines Platzes spricht.
Zum Schluss bespreche ich noch Guido Knopp, den Mann, der, wie Lars gerne sagt, ohne die Nazis keinen Job hätte. Und den bespreche ich nicht im Duo, denn er ist sicher einsam. Ich habe nämlich gehört, dass er echt unsympathisch sein soll. Mehr gibt es da nicht zu besprechen.
nadjaschlueter - Prominentenbesprechungen - 6. Jan, 19:11

immer wieder eine gute zeit mit six percent recall
ich muss es loswerden: deine artikel sind super. ich bin immer wieder erstaunt wie lässig der tonfall ist. riesenkompliment! ich hoffe ihr kriegt den grimme award ;-) ...ach was...ganz bestimmt kriegt ihr den: irgendwann!
grüße