So wird einem Gründlichkeit gedankt
Als ich gerade gefragt wurde, ob ich auch irgendwelche Sorgen hätte, habe ich überlegt, ob ich denn irgendwelche Sorgen habe, aber statt Sorgen fiel mir nur ein ganz vergessenes Kindheitserlebnis beim Arzt ein.
Ich weiß nicht mehr, welche Krankheit oder Verletzung ich hatte, aber der Arzt drückte mir auf irgendeiner Steller herum, wie Ärzte das eben so tun, und wollte wissen, ob mir das denn weh tue. Ich hingegen wollte aus meinem kindlichen Bewusstsein von Patientenpflicht heraus keine falsche Antwort geben, machte "Hmmmm..." und fing an darüber nachzudenken, ob es nun an der Stelle tatsächlich wehgetan hatte oder eher nicht so. Aber der Arzt sagte dann nur: "Also wenn du darüber nachdenken musst, dann kann es ja nicht weh tun."
Was man aus dieser Geschichte nun lernen soll, ist keinesfalls, dass der Mensch keine Sorgen hat, wenn ihm auf Anhieb keine einfallen. Was man aus dieser Geschichte lernen soll, ist, wie einem Gründlichkeit gedankt wird. So wird einem Gründlichkeit nämlich gedankt.
Ich weiß nicht mehr, welche Krankheit oder Verletzung ich hatte, aber der Arzt drückte mir auf irgendeiner Steller herum, wie Ärzte das eben so tun, und wollte wissen, ob mir das denn weh tue. Ich hingegen wollte aus meinem kindlichen Bewusstsein von Patientenpflicht heraus keine falsche Antwort geben, machte "Hmmmm..." und fing an darüber nachzudenken, ob es nun an der Stelle tatsächlich wehgetan hatte oder eher nicht so. Aber der Arzt sagte dann nur: "Also wenn du darüber nachdenken musst, dann kann es ja nicht weh tun."
Was man aus dieser Geschichte nun lernen soll, ist keinesfalls, dass der Mensch keine Sorgen hat, wenn ihm auf Anhieb keine einfallen. Was man aus dieser Geschichte lernen soll, ist, wie einem Gründlichkeit gedankt wird. So wird einem Gründlichkeit nämlich gedankt.
larsweisbrod - aus der Provinz - 2. Dez, 23:52
