Verliebt in Indianer, verliebt in Kathrin Passig
Indianer habe ich immer gehasst, vor allem diese doofe Rhetorik des "Sie erlegen nur so viele Büffel, wie sie wirklich brauchen" fand ich allzu langweilig. Dementsprechend war es mir auch recht, dass das Interesse an Indianern seit meiner Grundschulzeit nachgelassen hat, ähnlich dem an Dinosauriern, bloß noch mehr, und dementsprechen freute ich mich auch besonders über folgende Textestelle der an Textstellen, über die ich mich freute, nicht armen Geschichte, mit der Kathrin Passig dieses Jahr den Ingeborg-Bachmann-Preis gewann - weil Eskimos, das sind ja auch "so eine Art" Indianer:
"Eskimos haben, wie einfallslose Mitmenschen an dieser Stelle gern in die Konversation einwerfen, unzählige Wörter für Schnee. Vermutlich soll damit auf die abgestumpfte Naturwahrnehmung des Stadtbewohners hingewiesen werden. Ich habe keine Geduld mit den Nachbetern dieser banalen Behauptung. Die Eskimosprachen sind polysynthetisch, was bedeutet, dass selbst selten gebrauchte Wendungen wie 'Schnee, der auf ein rotes T-Shirt fällt' in einem einzigen Wort zusammengefasst werden. Es ist so ermüdend, das immer wieder erklären zu müssen."
Auf der Internetseite riesenmaschine.de, deren regelmäßiger Leser ich auch durch mein spontanes Verliebtsein in Mitautorin Kathrin Passig wurde und von der dieses Weblog hier quasi vollständig geklaut ist, steht nun aber ein schöne Beitrag, aufgrund dessen ich Indianer ab sofort toll finden und sie weiter im Auge behalten werde, wie ich auch gleich im Kommentarfeld darunter erzählen musste.
Wer wissen will, warum man Indianer mögen sollte, klickt also hier.
"Eskimos haben, wie einfallslose Mitmenschen an dieser Stelle gern in die Konversation einwerfen, unzählige Wörter für Schnee. Vermutlich soll damit auf die abgestumpfte Naturwahrnehmung des Stadtbewohners hingewiesen werden. Ich habe keine Geduld mit den Nachbetern dieser banalen Behauptung. Die Eskimosprachen sind polysynthetisch, was bedeutet, dass selbst selten gebrauchte Wendungen wie 'Schnee, der auf ein rotes T-Shirt fällt' in einem einzigen Wort zusammengefasst werden. Es ist so ermüdend, das immer wieder erklären zu müssen."
Auf der Internetseite riesenmaschine.de, deren regelmäßiger Leser ich auch durch mein spontanes Verliebtsein in Mitautorin Kathrin Passig wurde und von der dieses Weblog hier quasi vollständig geklaut ist, steht nun aber ein schöne Beitrag, aufgrund dessen ich Indianer ab sofort toll finden und sie weiter im Auge behalten werde, wie ich auch gleich im Kommentarfeld darunter erzählen musste.
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larsweisbrod - Was wir anderswo erzählen - 26. Nov, 20:21
