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    <title>Six percent recall: Anmerkungen, Feststellungen, Notizen</title>
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    <dc:publisher>wcb-club</dc:publisher>
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    <title>Six percent recall: Anmerkungen, Feststellungen, Notizen</title>
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    <title>Ein Blick in Nadjas Küche</title>
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    <description>&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/2Jq9KA5EtMY&amp;hl=de&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/2Jq9KA5EtMY&amp;hl=de&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.hanebuechlein.de/exot/kuhlpreis/index.html&quot;&gt;Hier&lt;/a&gt; kann man die anderen Nominierten für den Quirinus-Kuhlmann-Preis für versehentlich komische Literatur sehen und auch abstimmen, wer den Preis bekommen soll.</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/Prominentenbesprechungen&quot;&gt;Prominentenbesprechungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-18T17:01:00Z</dc:date>
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    <title>Was gesagt wird</title>
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    <description>Als ich dem Taxifahrer eine gute Fahrt wünsche, lächelt er und sagt: &quot;So long.&quot; Das gefällt mir und  an der Haustüre möchte ich mich am liebsten noch einmal umdrehen, um ihm zu winken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich auf der Bahnsteig-Bank in der Sonne sitze, sagt die Frau neben mir zu ihrer etwa fünfjährigen Tochter: &quot;Bleib da sitzen, denn ich möchte nicht noch einmal so etwas sehen wie diese Woche, einmal im Jahr reicht mir das.&quot; Und nach einer Pause, in der das Kind, wohl aus purem Desinteresse, nicht nachfragt und nichts sagt, sagt sie: &quot;Da ist nämlich einer vor den Zug gesprungen. Da vorne stand er und der eine Zug stand hier und der andere Zug stand da.&quot; Der Mann zu meiner Linken misst mit den Fingern still den Abstand der Züge. Er macht ein verwirrtes Gesicht. Doch er tut es dem Kind gleich und sagt: nichts. Die Frau aber sagt weiter: &quot;Der ist einfach davorgesprungen, als der Zug schon Tempo hatte. Selbstmord. Personenschaden nennt man das dann.&quot; Ein Zug fährt durch. Das Kind fragt: &quot;Mama, fährt der Zug jetzt wieder über den Mann?&quot; Die Mutter sagt: &quot;Nein, die haben das weggeräumt. Also die Überreste.&quot; Eine Zigarettenschachtel liegt auf den Gleisen. Das Kind fragt: &quot;Mama, ist das die Hand von dem Mann?&quot; Die Mutter sagt: &quot;Nein, die Überreste haben die doch weggeräumt.&quot; Die Mutter geht zum Müll. Das Kind sagt zu mir: &quot;Guck, ich hab neue Schuhe.&quot; Ich sage: &quot;Schick.&quot; Das Kind sagt: &quot;Aber unten drunter schmutzig.&quot; Ich sage: &quot;Das ist doch normal bei Schuhen.&quot; Die Mutter kommt zurück und sagt wieder Dinge von Menschen auf Gleisen. Dann kommt mein Zug. Er sagt: nichts. Und überfährt auch niemanden.</description>
    <dc:creator>nadjaschlueter</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/aus+der+Gro%C3%9Fstadt&quot;&gt;aus der Großstadt&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 nadjaschlueter</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-11T08:42:00Z</dc:date>
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    <title>Dekadenz in Zeiten der Krise (I)</title>
    <link>http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/5294395/</link>
    <description>Ich putze nur noch mit Evian.</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/aus+unseren+Badezimmern&quot;&gt;aus unseren Badezimmern&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-02T17:22:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/5291590/">
    <title>Umarmen</title>
    <link>http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/5291590/</link>
    <description>Sollte der Bundestags jemals eine Enquete-Kommission zum Thema &quot;Sich begrüßen und sich verabschieden&quot; einsetzen, so wäre er gut beraten, Nadja und mich in diese Enquete-Kommission zu berufen, denn seit Jahren schon forschen wir intensiv zu Begrüßung und Verabschiedung. Wir können mit Fug und Recht von uns behaupten, einen der wenigen Exzellenzcluster auf diesem Gebiet zu bilden. Unsere Untersuchungsergebnisse zum Stirnkuss hatten entscheidenden Einfluss auf die Rezeptionsgeschichte des Zauberbergs (oder werden das zumindest irgendwann haben) und die von uns erstellte präzise Analyse des Vorstellungsproblems (&quot;Hallo, ich bin Lars&quot; - &quot;Hi, ich bin Nadja&quot; - &quot;Wie hieß die jetzt noch mal?&quot;) wird die Welt sicherlich ein kleines Stückchen besser machen, sollten wir sie irgendwann einmal niederschreiben. Das heißt natürlich nicht, dass Nadja und ich in diesen Fragen immer einer Meinung sind. Dissenz ist schließlich Motor, Schmieröl, Kurbelwelle und Zündkerze des Fortschritts. Auch in dem, was ich über das Umarmen als Verabschiedung denke, wird Nadja mir kaum zustimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen wird nämlich viel zu viel umarmt, wie ich finde. Man umarmt sich zur Begrüßung, man umarmt sich zur Verabschiedung, man umarmt sich, weil irgendwer Geburstag, Namenstag oder Bar Mitzwa hatte oder betrunken vom Klo zurückgekommen ist. Manchmal ist das natürlich notwendig, denn Umarmen ist ein Teil des langwierigen und vertrackten Kennenlernprozesses, der einen aus dem Leben in der Einsamkeit führen soll. In einer Phase, die ungefähr drei Wochen nach dem ersten Kennenlernen einer Person beginnt und spätestens nach anderthalb Jahren enden sollte, ist es hilfreich, sich zu umarmen, um zu signalisieren, dass man nun in einem freundschaftlichen Verhältnis zueinander steht. Warum man aber danach noch regelmäßig, also zur Begrüßung und zur Verabschiedung, die Arme umeinander schlingen und die Bäuche aneinander reiben sollte, ist mir schleierhaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, die ich meine gut bis sehr gut kennengelernt zu haben, verabschiede ich gerne überhaupt nicht oder mit einem leichten Heben der Hand, denn ich weiß ja, dass sie sowieso wiederkommen (außer ein Zehntonner fährt ihnen ins Auto, aber dann habe ich gewiss andere Sorgen, als dass ich sie nicht mehr umarmt habe). Genau wie das Zurückhalten von Ironie und Motzerei, genau wie alle Teile des Kennenlernprozesses ist häufiges Umarmen anstrengend. Es ist eine reine Freude, sich einer Freundschaft so sicher zu sein, dass man den Umarmquatsch sein lassen kann, ohne gleich befürchten zu müssen, den anderen in tiefstes Grübeln gestürzt zu haben. Jeder sollte das einmal ausprobieren. Umarmen kann man sich ja immer noch, wenn irgendetwas Besonderes ist, Katze tot, Hochzeit, Bachmannpreis. Auch in Enquete-Kommissionen darf man sich meinetwegen ständig und immer wieder umarmen. Stirnküsse wären mir allerdings noch lieber.</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/das+ganz+kleine+Grauen&quot;&gt;das ganz kleine Grauen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-31T20:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/5287557/">
    <title>Ihr Hund ist abgelaufen</title>
    <link>http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/5287557/</link>
    <description>&lt;img src=&quot;http://www.hanebuechlein.de/exot/pics/cover9-140x99.jpg&quot; alt=&quot;EXOT&quot; title=&quot;Bemalt von Robert Löbel&quot; align=&quot;left&quot; hspace=&quot;10&quot; /&gt; Die neunte Ausgabe des EXOT, der Zeitschrift für komische Literatur, ist nun da, genauer gesagt liegt sie noch irgendwo in Bonn im EXOT-Redaktionsgebäude. Diesmal freuen wir uns ganz besonders und spüren schon ein Kribbeln in den Fingern, weil wir die lang ersehnte, geradezu legendäre &quot;Neun&quot; endlich selbst in den Händen halten wollen. Zum ungefähr tausendsten Mal werden wir dann die darin abgedruckten Texte lesen, die jedes Mal noch lustiger sind als zuvor, darunter unter anderem Nadjas Smashhit &quot;Ich hasse dich, aber nur so halb&quot;, eine von mir exklusiv verfasste (im Sinne von: bei der SZ abgelehnte) CD-Rezension und die folgenden Schmuckstücke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Tonn: Sieben Wiener Biere&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Zwischen Sechsstern- und Achtsterngasse befindet sich die Siebensternbrauerei, deren Wiener Helles den Gaumen mit seiner ausgewogenen Mischung aus mediterraner Herzkranzgefäßstabilität und edlem Art-Deco-Saufaus betört. Es ist naturtrüb und besitzt rechts einen Griff.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felix Bonke: Mein Kokoschka&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die atemberaubend dynamische Körpersprache, die Kokoschka dem Eichhörnchen verleiht, kulminiert in dem enthusiastischen Gesichtsausdruck des Nagers, dessen Mäulchen nicht nur zu singen, sondern gleichzeitig selig zu lächeln scheint.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Bartel: Geburtstag, Tod und Teufel&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Ihr Hund ist übrigens abgelaufen, sagt der Tod nach einer Weile. Wenn Sie wollen, kann ich ihn gleich mitnehmen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tilmann Birr: Warum ich nicht mehr Französisch spreche&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Schreibe eine Urlaubspostkarte an einen französischen Freund. Sprachlehrbücher waren schon immer bekloppt. Wer hat schon einen französischen Freund?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestellen kann man das Heft irgendwo im Internet (im Sinne von: &lt;a href=&quot;http://www.exot-magazin.de/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;).</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/Interna&quot;&gt;Interna&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-30T00:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/5283796/">
    <title>Allerlei Appläuse</title>
    <link>http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/5283796/</link>
    <description>Nero. Das war vielleicht einer. Aber als Kaiser muss man sich keine Sorgen darüber machen, dass man vielleicht einer ist, denn die meisten beschäftigen sich damit, einem Honig ums Maul zu schmieren, den Bauch zu pinseln und weitere Dinge zu tun, die sprichwörtlich für Schmeicheleien stehen. Dafür gab es im Falle öffentlicher Bühnenauftritte des Kaisers eine herrliche Institution, die sogenannten Augustiani. Ich möchte kurz aus Jürgen Malitz Nero-Biographie zitieren: &lt;br /&gt;
Und am Ende des Festes trat der Kaiser schließlich selbst auf; vorsichtig stimmte er die Kithara und ließ sich von seinen Gesangslehrern helfen, den richtigen Anfangston zu treffen. Für Applaus war gesorgt. Seit den Iuvenalia des Jahres 59 gibt es die Augustiani, eine Gruppe junger Römer aus der Oberschicht, die im Stil des Theaterpublikums von Alexandria Beifall in allerlei akustischen Variationen zu bieten hatten und sich davon eine schnellere Karriere versprechen durften.&lt;br /&gt;
Zwar ist schon die Vorstellung des jungen Kaisers, der nach dem Anfangston sucht, ganz entzückend, aber eine Gruppe Applaudierer, die das Applaudieren eingeübt haben, ist noch viel entzückender. Nero war begeistert, von sich selbst und von seinem Publikum, das ihn mit ganz verschieden moduliertem Beifall erfreute., heißt es weiter.&lt;br /&gt;
Ich finde nun: Die Augustiani sollten sich neu formieren und die Bühnen des Landes bereisen. Arrogante Künstler würden dann mit allerlei Appläusen zum Höhepunkt ihrer Arroganz geführt und Höhepunkte der Arroganz bringen das Publikum bekanntermaßen in eine hochemotionale Situation zwischen größtem Amüsement und tiefster Stellvertreter-Scham, sodass die Veranstaltung für alle Zuschauer zu einem Erlebnis würde und die aristotelische Katharsis zwar nicht in der Ursprünglichen Mitleid-Furcht-Kombination, aber dafür in der eben auch nicht zu verachtenden Amüsement-Scham-Kombination einsetzte. Und sicherlich sähen die Applaudierer und Applaudeusen (denn heutzutage würde die Gruppe bestimmt gemischgeschlechtlich auftreten) äußerst lustig bei ihren Klatschspielen aus. Einmal im Jahr gäbe es einen Tag der offenen Tür bei den Augustiani und man könnte ihrer Probe beiwohnen, bei der neue Choreographien einstudiert und Aufnahmen berühmter Konkurrenzvereine auf Video angeschaut würden. Und schließlich gäbe es Augustiani-Wettbewerbe, bei denen z.B. der ACCC (Augustiani Clip-Clap-Club) und der AVfKK (Augustiani-Verein für Klatsch-Kultur) gegeneinander anträten. &lt;br /&gt;
Augustiani hätten wunderschöne, starke und doch filigrane Hände und die Frau eines Augustianus läge am Abend neben ihm im Bett und sagte: Du hast so herrlich Hände! und er sagte Ich weiß., klatschte sanft und klangvoll in eben diese, das Licht erlosch und was danach geschähe, ginge uns nichts mehr an.</description>
    <dc:creator>nadjaschlueter</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/die+Welt+der+Vergangenheit+und+die+Vergangenheit+der+Welt&quot;&gt;die Welt der Vergangenheit und die Vergangenheit der Welt&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 nadjaschlueter</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-28T11:13:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/5265865/">
    <title>Perfekte Popsongs, schlecht nachgedichtet (2)</title>
    <link>http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/5265865/</link>
    <description>Geh heut mit mir aus,&lt;br /&gt;
Irgendwohin, wo es laut ist und voll&lt;br /&gt;
Und alle sind jung und am Leben&lt;br /&gt;
Wir fahren in deinem Auto&lt;br /&gt;
Und ich will nie, nie wieder nach haus&lt;br /&gt;
Ich habe ja auch keines mehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geh heut mir mir aus,&lt;br /&gt;
Ich würde gerne Leute angucken&lt;br /&gt;
Und auch ein bisschen das Leben&lt;br /&gt;
Wir fahren in deinem Auto&lt;br /&gt;
Jetzt lass mich nicht zuhause raus&lt;br /&gt;
Das ist nicht mehr mein Haus&lt;br /&gt;
Und man will mich hier nicht mehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ein Gelenkbus&lt;br /&gt;
Uns in die Seite kracht -&lt;br /&gt;
Neben dir zu sterben&lt;br /&gt;
Das wäre eine ganz gute Art zu sterben&lt;br /&gt;
Und wenn ein Zehntonner&lt;br /&gt;
Uns beide umbrächte&lt;br /&gt;
Neben dir zu sterben -&lt;br /&gt;
Also, ich fänd&apos;s wirklich nicht schlecht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geh heut mit mir aus&lt;br /&gt;
Irgendwohin, ist mir egal&lt;br /&gt;
Ist mir egal, ist mir egal*&lt;br /&gt;
Und in der düsteren Unterführung&lt;br /&gt;
Da habe ich gedacht: Achdujeh, jetzt oder nie&lt;br /&gt;
(Aber dann hatte ich so &apos;ne komische Angst&lt;br /&gt;
und habe nicht gefragt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geh heut mit mir aus&lt;br /&gt;
Oh, geh mit mir irgendwohin&lt;br /&gt;
Ist mir egal, ist mir egal&lt;br /&gt;
Wir fahren in deinem Auto&lt;br /&gt;
Und ich gehe nie, nie nach hause&lt;br /&gt;
Ich hab ja auch keins&lt;br /&gt;
Oh, hab ja keins&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ein Gelenkbus&lt;br /&gt;
Uns in die Seite kracht -&lt;br /&gt;
Neben dir zu sterben&lt;br /&gt;
Das wäre eine ganz gute Art zu sterben&lt;br /&gt;
Und wenn ein Zehntonner&lt;br /&gt;
Uns beide umbrächte&lt;br /&gt;
Neben dir zu sterben -&lt;br /&gt;
Also, ich fänd&apos;s wirklich nicht schlecht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh, es gibt dieses Licht, das nie ausgehen wird**&lt;br /&gt;
Es gibt dieses Licht, das nie ausgehen wird&lt;br /&gt;
Es gibt dieses Licht, das nie ausgehen wird&lt;br /&gt;
Es gibt dieses Licht, das nie ausgehen wird&lt;br /&gt;
Es gibt dieses Licht, das nie ausgehen wird&lt;br /&gt;
Es gibt dieses Licht, das nie ausgehen wird&lt;br /&gt;
Es gibt dieses Licht, das nie ausgehen wird&lt;br /&gt;
Es gibt dieses Licht, das nie ausgehen wird&lt;br /&gt;
Es gibt dieses Licht, das nie ausgehen wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;*Diese Zeile ist Nadja gewidmet.&lt;br /&gt;
**Hiermit ist vermutlich gemeint, dass im Auto der Angesprochenen ständig eine der Warnleuchten im Armaturenbrett brennt, zum Beispiel die mit der kleinen Ölkanne oder die mit dem Ausrufezeichen, obwohl eigentlich nichts kaputt ist. Da Fachmänner die Leuchte mit der kleinen Ölkanne &quot;Öldrucklämpchen&quot; nennen, schlage ich dieses Wort als Titel der deutschen Übersetzung vor.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/Musisches&quot;&gt;Musisches&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-19T14:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/5258363/">
    <title>Danach gleich der nächste Termin</title>
    <link>http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/5258363/</link>
    <description>Die schrecklichste Werbung, die zur Zeit im deutschen Fernsehen läuft, ist natürlich die für Coca Cola Light, denn total freche, selbstbewusste Self-Made-Women, die sich von niemandem etwas sagen lassen und immer toootaaaal [es folgt feministisches Blabla], sind schlichtweg blöde und sollten nur mit einem Ätz oder einem Max Goldtschen Würg bedacht werden. Ähnliches wünsche ich mir auch für die aktuelle Actimel-Werbung, die auf Platz zwei der Spots zum Spotten folgt. Ich möchte kurz frei aus dem Schlüter-Kopf zitieren:&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Frauenstimme einer Frau, die sicher auch in der Coca Cola light-Werbung nicht als fehl am Platze auffallen würde:&lt;/i&gt; Meine Schwäche: Eine Woche in einen Tag zu packen. Meine Stärke: Actimel. 7:50 Uhr: Auf zur Arbeit. Mittagessen mit Freunden. Danach gleich der nächste Termin. Abendessen mit Kai. Endlich zu Hause.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Fachmännische Werbestimme:&lt;/i&gt; Solche Tage können das Immunsystem stark belasten etc. pp.&lt;br /&gt;
Dazu werden verschiedene dubiose Uhrzeiten eingeblendet, das Mittagessen mit Freunden z.B. findet um etwa 12:37 Uhr statt. Ich kann mich da irren, aber das ist egal, denn was an sich schon vollkommen unsinnig ist, muss auch nicht seriös wiedergegeben werden. Viel wichtiger ist sowieso, dass diese Werbung fast mehr am Leben vorbeizielt als die diversen Vanish-Filmchen. Ich möchte wetten, dass in Deutschen Haushalten öfter urplötzlich Menschen in pinken T-Shirts in der Wohnung stehen und aufgeregt auf gebeutelte Frauen einreden, ohne vorher auch nur geklingelt zu haben, als dass arbeiten, mit Freunden zu Mittag essen, gleich danach einen nächsten Termin haben und mit Kai Abendessen gehen das Immunsystem stark belasten. Und was soll das überhaupt heißen: Danach gleich der nächste Termin? Zur näheren Erläuterung sieht man ein Sofa auf dem ein aufgeklappter Laptop steht. Die Dame hat wohl eine Verabredung im Chat oder muss dringend noch ein paar Achterbahnen in ihren Roller-Coaster-Tycoon-Park bauen. Mir persönlich tut sie eigentlich sehr leid, denn die aufgezählten Termine sind schließlich die, die sich sonst über eine ganze Woche verteilen und nun in einen Tag gepackt werden müssen wie lieblose Geschenke in altes Zeitungspapier. Andererseits hat das natürlich Vorteile, denn ihr angeschlagenes Immunsystem kann sich sechs Tage die Woche regenerieren. Traurig ist aber auch, dass die Dame so hässlich zu sein scheint, dass man immer nur ihr Laptop oder ihre Beine zeigen kann. Die nach dem Abendessen im Übrigen alleine endlich nach Hause kommen. Ganz ohne Kai.</description>
    <dc:creator>nadjaschlueter</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/Fernsehen&quot;&gt;Fernsehen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 nadjaschlueter</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-15T20:35:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/5257330/">
    <title>Anziehsachen, die ich mir wünsche (I)</title>
    <link>http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/5257330/</link>
    <description>Ich hätte gerne das T-Shirt, das der Schlagzeuger von Blondie in dem Video zu &quot;Heart of Glass&quot; trägt.</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/Mode+und+Beauty&quot;&gt;Mode und Beauty&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-15T13:12:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/5251430/">
    <title>Zwischenapplaus</title>
    <link>http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/5251430/</link>
    <description>Alle, aber auch wirklich alle Gäste des Fernsehpreises, die zwischenapplaudierten, als Marcel Reich-Ranicki (dessen Auftritt man durchaus Sympathie entgegenbringen darf) davon sprach, dass es auf Arte ja schon manchmal Gutes zu sehen gebe, gehören geteert und gefedert. Ach, wenn man gerade schon dabei ist: eigentlich alle, die jemals irgendwo Gast waren und zwischenapplaudiert haben.</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/Fernsehen&quot;&gt;Fernsehen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-12T20:04:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sixpercentrecall.twoday.net/stories/5250637/">
    <title>Vom Zauber des Übriggebliebenseins</title>
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    <description>Es gibt schreckliche Wörter, Wörter, die unsere Welt und das menschliche Tun und Lassen im allerübelsten Schummerlicht ercheinen lassen. Vermutlich stammen diese Wörter von zynischen, verbitterten Menschen, denen als Kind einmal ihr Schlüssel in die Gulli gefallen ist und die ob dieses Erlebnisses allem und jeden den inneren Krieg erklärt haben. Ein besonders schreckliches ihrer Wörter ist &quot;Resteficken&quot;. Mit &quot;Resteficken&quot; meinen sie das Aufeinandertreffen und Mitnachhausenehmen von Menschen zu sehr später (also früher) Stunde. Die Schlüssel-in-den-Gulli-Fallenlasser gehen davon aus, dass zu diesem Zeitpunkt eine gewisse Hysterie heimlicher Gast jedes Beisammenseins wird und diese Hysterie wiederum veranlasse die Übriggebliebenen und Einsamen, die bisher niemanden abbekommen haben, alle Ansprüche fallen zu lassen und mitzunehmen, was sie kriegen können. Nämlich den Rest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sagen es die Gullimenschen und an uns, den Verschontgebliebenen, ist es ihnen zu antworten: Was für eine schreckliche, was für eine grundfalsche Ansicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie mürbe muss die Resteficker-Sager ihr innerer Krieg gemacht haben, dass sie nicht mehr empfangsbereit sind für den, ja genau, Zauber des Übriggebliebenseins? Zum letzten Rest zu gehören, ob in der Butzenscheibeneckkneipe oder auf der Turnhallenbank, gehört schließlich zu den schönsten Erfahrungen, die zwischen Kreißsaal und Aussegnungshalle auf uns warten. Und welch besondere Glück erst, wenn man diese Erfahrung auch noch teilen darf mit einem Mitglied des anderen Geschlechts - oder des gleichens, was der Rest eben noch hergibt. Gustav Gans zu sein, der um ein Uhr die Ballkönigin mit nach Hause nimmt, muss in etwa so langweilig sein wie ein Tennisspiel gegen jemanden ohne Arme. Morgens um fünf hingegen noch jemanden zu finden, der einen wenigstens dunkel und abstrakt an Scarlett Johansson erinnert, das ist Glück, höchstens vergleichbar mit einem spielentscheinende Elfmeter in der 90. Minute, auf umgepflügten Rasen, der die Zuschauer dazu bringt, die Stadionsitze herauszureißen. Da würde doch auch niemand von &quot;Restetoren&quot; sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dessen fordere ich: Das schreckliche Wort muss durch ein schöneres ersetzt werden! Weil wir mit unseren Ideen aber ökonomisch umzugehen haben und im Gegensatz zu anderen keine Scheu vor der englischen Sprache besitzen, schlage ich als Ersatz einen bereits existierenden Ausdruck vor, den ich aus einem Lied der Weakerthans entlehnt habe: &quot;Resteficken&quot; soll ab sofort und für alle Zeiten nicht mehr &quot;Resteficken&quot; heißen, sondern, der Schönheit des Gegenstandes viel entsprechender, &quot;last call for happiness&quot;. Ich bitte um zügige Umsetzung dieses Vorschlags, auch unter Menschen, denen als Kind ein Schlüssel in den Gulli gefallen ist.</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/Brandneue+Redewendungen&quot;&gt;Brandneue Redewendungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-12T13:47:00Z</dc:date>
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    <title>Insomnia (IV)</title>
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    <description>&quot;Hätte ich nur, nur einmal die Wahl, könntest du mir nur einen Wunsch erfüllen, ich würde nie, nie wieder die Augen schließen, ich würde nie wieder schlafen gehen, schlafen gehen.&quot;</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-06T23:13:00Z</dc:date>
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    <title>Keine Rohlinge - ohgottohgottohgott</title>
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    <description>Nachdem man mir mein Portemonnaie mit Geld, allen Karten, die ich als Karteninhaber so besitze, allerhand Visitenkarten unwichtiger Leute, Quittungen und durch Transport in müllgefüllten Taschen hineingeratenen Bonbonpapierchen gestohlen hatte, war ich erst wütend und verzweifelt und dann gleichgültig, um im Zuge des bürokratischen Wiederbeschaffungswirrwarrs zu Wut und Verzweiflung zurückzukehren. Meine Bahncard zum Beispiel erreichte mich im vom Bahncard-Service versprochenen Zeitraum und auch darüber hinaus nicht und bescherte mir anstrengende Diskussionen mit Bahnangestellten, die mir keine vorläufige Bahncard geben oder den doppelten Fahrpreis nehmen wollten. Schließlich wagte ich einen erneuten Anruf beim Bahncard-Service. Ah, daran liegt es..., murmelte die Service-Dame mehr zu sich selbst als zu mir und erklärte mir daraufhin, dass es gerade Produktionsschwierigkeiten bei den Rohlingen für die Comfort-Karten gäbe. Da ist Ihnen wohl das reine Silber ausgegangen, das Sie darin immer verarbeiten, was?, fragte ich natürlich nicht, dachte es aber bei mir und stellte mir eine neue Station in der Silbermine im Freizeitpark Phantasialand vor, bei der Puppen mit hölzernen Bewegungen spitze Hacken schwingen, während neben ihnen ein Korb grauer Plastikkarten steht und eine weitere Puppe eine solche Karte immer und immer wieder in einen Eimer taucht, der auf einem Feuer aus Glanzpapier steht und in dem sich augenscheinlich nichts, phantasiescheinlich aber geschmolzenes Silber befindet. Und in diesen Tagtraum hinein versprach mir die Dame am Telefon urplötzlich eine vorläufige Bahncard. In Zeiten der Krise geht das also doch. Und unsere Zeit scheint sich ja gerade bis zum Eichstrich mir Krisen zu füllen. Um es mit Lars zu sagen: Erst Bankenkrise und jetzt auch noch keine Rohlinge mehr für die Comfort-Karte, so fängt es an.</description>
    <dc:creator>nadjaschlueter</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/das+ganz+kleine+Grauen&quot;&gt;das ganz kleine Grauen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 nadjaschlueter</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-01T22:07:00Z</dc:date>
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    <title>Caprisonne</title>
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    <description>Der größte Kontrast zwischen Niedlichkeit und Schrecklichkeit, den ich wohl je in der Lage war, an den Tag zu legen, ist mir gelungen, als ich zwischen den Proben zu einem Theaterstück in voller Uniform eines Totenkopf-SS-Offiziers einmal ein Caprisonne-Päckchen geschlürft habe. Ich stand im Foyer, in Reiterstiefeln, meine Hose wurde gehalten durch ein Koppelschloss, auf dem &quot;Meine Ehre heißt Treue&quot; zu lesen war, und ich machte schlürfschlürf durch einen Strohhalm, der in einer Caprisonne &quot;Orange&quot; steckte. Das fiel mir eben wieder ein, als im Kiosk außer mir noch ein junger Mann in Tekker-Klamotten einkaufte, der hektische, zuckende Bewegungen mit seinem Kopf vollführte, als sei er auf Drogen, um schließlich die Kioskfrau genauso hektisch und überschlagend zu fragen: &quot;HASTENOCHCAPRISONNE?&quot;</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/aus+der+Gro%C3%9Fstadt&quot;&gt;aus der Großstadt&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-30T21:37:00Z</dc:date>
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    <title>Afrika</title>
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    <description>Bisher noch ungeschrieben sind die Phänomenologie, Ontologie und Metaphysik des Geheimtipps. Jede Diszinplin besitzt ihre eigenen geheimen Tipps, aber wie geheim kann ein Tipp eigentlich sein, der doch dafür da ist, dass man ihn anderen gibt? Ich weiß es nicht, kann aber sagen, dass einer meiner Geheimtipps im Bereich &quot;Süßwaren/Knabbereien&quot; immer die Kekse &quot;Afrika&quot; aus den Hannoveraner Bahlsenwerken waren. Es gab sie in kleinen, im Querschnitt quadratischen Packungen, die Kekse sind sehr dünn, innen aus Waffel und außen mit Schokolade. &quot;Afrika&quot; heißen sie womöglich, weil der strukturierte Schokoladenüberzug aussieht wie eine Dünenlandschaft der Sahara in einem Schokoladenuniversum. Ein Tipp waren sie, weil sie sehr gut geschmeckt haben, und, na ja, geheim waren sie, weil sie niemals beworben wurden und auch eher zur Kann- denn zur Muss-Ware eines Supermarktes gehören. Überall gibt es sie nicht. Bahlsen, das habe ich bei meinem letzten Supermarktbesuch bemerkt, hat nun die Packung gerelauncht, sie ist jetzt  im Bahlsen-Nachtblau gehalten und von normaler Kekspackungsgröße. Das Edle und Exklusive ist etwas abgefallen von den Afrika-Keksen. Wahrscheinlich handelt es sich bei der Umgestaltung um den Start einer großangelegten Marketingoffensive, eines Rommel&apos;schen Angriffs auf Afrika. Bald wird es Fernsehspots mit vorgespielten Interviews (&quot;Zuerst war ich überrascht, aber dann habe ich gedacht: klar, ist ja auch von Bahlsen&quot;), Hauswandplakate und Werbezeppeline geben. Mich ärgert das ein wenig, denn, das sollte auch Teil jeder Geheimtipp-Metaphysik sein, ein Geheimtipp, der keiner mehr ist, macht einen traurig.</description>
    <dc:creator>larsweisbrod</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sixpercentrecall.twoday.net/topics/Kohlenhydrathaltiges&quot;&gt;Kohlenhydrathaltiges&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 larsweisbrod</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-30T17:47:00Z</dc:date>
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